Wagenknecht: US-Botschafter behandelt Deutschland wie Kolonie!

Sahra Wagenknecht Foto: Sven Teschke / ; Deutschlandfahne User:SKopp, User:Madden, and other users [Public domain or Public domain], via Wikimedia Commons; Bildkomposition von Info-DIREKT

Beim politischen Jahresauftakt der Linkspartei sprach sich Parteichefin Wagenknecht für einen starken Sozialstaat und militärische Abrüstung aus. Dabei griff sie den amerikanischen Botschafter Richard Grenell wegen seines Angriffes auf die Pipeline North-Stream-2 an und warf ihm vor, Deutschland wie eine Kolonie zu behandeln. (Video am Ende des Beitrages)

Von Alexander Markovics 

USA drohen Deutschland, weil es von Amerika in energiepolitischen Fragen unabhängig werden will

In ihrer Rede fragte Sahra Wagenknecht, ob Deutschland eine US-Kolonie sei, weil der amerikanische Botschafter Richard Grenell einfach deutsche Unternehmen und Bürgern bedrohen könne, ohne das er rechtliche Folgen fürchten muss. Auslöser dafür war ein Brief des US-amerikanischen Botschafters an deutsche Unternehmen, indem er diesen mit Sanktionen drohte, wenn sie nicht ihre Unterstützung für das deutsch-russische Projekt aufgeben. Mit North-Stream-2 würde Deutschland nicht mehr durch ukrainische Blockadeversuche bei der Gasversorgung erpressbar sein und zudem nicht auf US-amerikanischen angewiesen sein, welches deutlich teurer als russisches Gas ist.

Wagenknecht: Europa soll sich nicht in amerikanische Kriege hineinzerren lassen!

Bei dem Neujahrsauftakt erinnerte die Linkspolitikerin an die kommunistischen Revolutionäre Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, deren Kampf laut Wagenknecht gegen Krieg und für Entmilitarisierung geführt wurde. „All das, wofür sie gekämpft haben, ist noch nicht eingelöst […], denn auch heute werden die dicksten Gewinne mit Aufrüstung und Krieg gemacht.“ Die EU sei kein Friedensprojekt, so Wagenknecht, weil sie permanent aufrüste und Kriege führe.

„Was wir allerdings brauchen, ist eine eigenständige europäische Politik, die sich eben nicht im Schlepptau der USA in Kriege zerren lässt“

Lob für Gelbwesten

In ihrer Rede lobte sie auch die Gelbwesten, welche gegen Frankreichs Präsident Macron und dessen menschenfeindliche Sozialpolitik auf die Straße gehen. Sie begrüße es, dass diese wieder mit neuer Stärke auf die Straße gehen.