Liste Pilz-Chefin blamiert sich mit „Strache-Song“

Maria Stern blamiert "Jetzt - Liste Pilz" mit Strache-Song
Bild Maria Stern (Jetzt - Liste Pilz): Von Marianne Weiss - http://www.mediaproject.at/WIKI/Maria_Stern_2016.jpg, CC BY-SA 4.0, Link; Bild "Facepalm": freepik; Bildkomposition: Info-DIREKT

Es überrascht jedes Mal wieder, wie einfach das Weltbild mancher Oppositionspolitiker gestrickt ist. Jüngstes Bespiel dafür: Ein „Song“ von „JETZT – Liste Pilz“-Chefin Maria Stern. (Video im Beitrag)

Kommentar von Michael Scharfmüller

Bei Fernsehauftritten gibt sich Maria Stern, die sich selbst als Singer-Songwriter und Autorin bezeichnet, gerne oberlehrerhaft. Bevor sie bei der „Liste Pilz“ anheuerte, war sie Sprecherin des Frauenvolksbegehrens. Ihr „Strache Song 2„, der laut Videobeschreibung auf Youtube zum Nationalfeiertag 2012 veröffentlicht wurde, sagt mehr über sie selbst aus, als über den Adressaten des Liedes.

Peinliches Video als Sittenbild der Opposition

Im Video erweckt Stern den Eindruck, als würde sie sich über die oft übertriebene Kritik am FPÖ-Chef HC Strache lustig machen, indem sie diese in satirischer Form auf die Spitze treibt. In Wirklichkeit dürfte Sterns „Strache Song“ jedoch keine Persiflage auf den „Kampf gegen Rechts“ sein, sondern ein ernst gemeinter Teil davon:

Auch wenn das Video bereits sechs Jahre alt ist, veranschaulicht es den Zustand der Oppositionsparteien sehr gut: Seit dem Antritt der schwarz-blauen Regierung verhalten sich die Oppositionsparteien wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen. Alles, was die Regierung macht, beschließt oder bewusst unterlässt, wird von SPÖ, NEOS und „Liste Pilz“ als Angriff auf die Demokratie bezeichnet.

Opposition mit Hausverstand täte Österreich gut

Nicht nur der Opposition selbst – auch Österreich – würde es gut tun, wenn sich diese Parteien endlich mal auf das Wesentliche konzentrieren würden. Stattdessen verlieren sie sich aber pausenlos in harmlosen Nebensächlichkeiten. Dabei merken sie nicht, dass sie durch ihr hysterisches Gehabe ihre Glaubwürdigkeit Stück für Stück verspielen.

Selbstverschuldete Hilflosigkeit

Die vielen Misstrauensanträge gegen Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) und die unzähligen parlamentarischen Anfragen von Sabine Schatz (SPÖ) an die Regierung sind kein Zeichen für gute Oppositionsarbeit. Vielmehr sind sie höchstens ein Zeichen für deren selbstverschuldete Hilflosigkeit. Wer täglich warnend die Faschismuskeule schwingt, dem glaubt keiner mehr, wenn mal wirklich Feuer am Dach ist.

Selbst die ARD findet in einem Portrait über Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kritische Worte für die Opposition:
(ab Minute 23:33)

In der Einspielung sind Pamela Rendi-Wagner (SPÖ), Beate Meinl-Reisinger (NEOS) und Maria Stern (Jetzt – Liste Pilz) zu sehen, wie sie hilflos versuchen Vizekanzler Strache (FPÖ) etwas entgegenzusetzen. 

Opposition erfüllt ihre Aufgabe nicht

Die einzige wirkliche Opposition mit der die schwarz-blaue Regierung zu kämpfen hat, sind die Mainstream-Medien. Die sind zwar nicht weniger hysterisch wie ihre Genossen im Parlament, bringen aber aufgrund der fehlenden Konkurrenz mehr PS auf den Boden.

Mehr Chancengleichheit und Vielfalt für die Medienlandschaft

Die Regierung täte daher gut daran, zu überdenken, welche Medien sie weiterhin mit Regierungsinseraten künstlich am Leben erhält und welche sie den Herausforderungen des freien Marktes übergibt. Speziell für die FPÖ wäre es höchst an der Zeit auch wirklich kritische Medien mit ausreichend Mitteln auszustatten, um die Medienlandschaft zukünftig etwas ausgeglichener zu gestalten.

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