Interview mit Komplott: „Im Herzen schlummern Mut und Liebe“

Komplott Rap
Der patriotische Rapper "Komplott" im Interview mit Info-DIREKT.

Im November ist das erste Album des Rappers „Komplott“ auf CD erschienen. Mit Info-DIREKT spricht Patrick, so sein bürgerlicher Vorname, darüber, wie er zur Musik gekommen ist und welche Ziele er damit verfolgt. Zudem hat er uns verraten, wie er es mit der Religion hält, wie sein persönliches Umfeld mit seiner politisch-aktiven Einstellung umgeht und welche Tipps er für junge Musiker hat.

Info-DIREKT: Rap ist nicht unbedingt die Musikrichtung, die man primär mit dem konservativ-patriotischen Lager in Verbindung bringt. Wie sind Sie dazu gekommen patriotischen Rap zu machen?

Komplott: Schon als kleines Kind hat mich Rap fasziniert. Das Spielen mit der Sprache, der Lyrik. Anfangs habe ich noch die Texte von Eminem übersetzt, später deutschen Rap gehört. Auch eigene Texte habe ich schon lange geschrieben, aber mir war es wichtig, erst an die Öffentlichkeit zu gehen, wenn ich eine gewisse Professionalität erreicht habe. Für mich ist Rap einerseits das Lebensgefühl der Unabhängigkeit und jener Attitüde, die heute so oft fehlt: Für die eigenen Überzeugungen einzustehen, egal was die Masse darüber denkt. Andererseits ist Rap aufgrund seiner textlichen Dichte besonders geeignet für Botschaften, die über die rein lyrische Begleitung einer Melodie deutlich hinausgehen.

Info-DIREKT: „Wir zogen aus, die Grenzezu schützen […] nun waren wir die Grenze.“ Ein Teil eines Zitats von Ernst von Salomon. Grenzen ziehen, Grenzen sprengen, als Musiker, als Mensch. Was inspiriert Sie, was treibt Sie an, wo wollen Sie hin?

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Info-DIREKT: Sie führen ein aktivistisches Leben. Man sieht Sie auf Kundgebungen, Demonstrationen, Konzerten. Bewegen Sie sich auch im Freundeskreis ausschließlich im politischen Raum oder bestehen Freundschaftsbande über politische Grenzen hinweg?

Komplott: Es ist die Tragik unserer Zeit, dass die Frage um das Sein oder Nichts-Sein unseres Volkes einen so tiefgehenden Bruch erzeugt hat, dass selbst Familien und lange Freundschaften darunter zerbrechen. Wie viele andere bleibe auch ich nicht von dieser Entwicklung verschont. In meinem Freundeskreis wissen alle, was ich tue, weil ich mittlerweile offen damit umgehe. Wer damit ein so elementares Problem hat, dass er mich meidet, hat meine Zeit und Zuneigung ohnehin nicht verdient. Unterm Strich gibt es daher nur wenige Freunde, die politisch nicht auf meinem Kurs sind.

Info-DIREKT: Trotz Wut und Ohnmacht ist vielerorts eine Aufbruchsstimmung spürbar. In welcher Intensität und Form kann Musik, können Musiker dazu beitragen, diesen Aufbruch zu unterstützen?

Komplott: Musik berührt immer auch das Herz. Und im Herzen schlummern Mut und Liebe. Beides Dinge, die notwendige Bedingung für eine Wende sind.

Info-DIREKT: Was würden Sie jungen Menschen, die selber Musik machen wollen, raten? Gibt es Netzwerke, auf die zurückgegriffen werden kann, oder Unterstützung von erfahrenen Leuten oder Labels?

Komplott: Maßgebliche Arbeit leistet freilich die Bürgerinitiative „einprozent.de“, aber auch in Eigeninitiative sind mittlerweile Projekte entstanden, die Projekte von jungen Künstlern unterstützen. Zu nennen wären „Arcadi“, „Radical Esthétique“ oder „Okzident Media“. Wer etwas auf die Beine stellen möchte, ist herzlich dazu aufgefordert. Es ist heute ein Leichtes, einen eigenen Kanal auf Instagram oder YouTube zu erstellen, sein Projekt zu präsentieren und einschlägige Künstler auch aktiv zu kontaktieren. Unser Milieu wird das schnell aufgreifen und unterstützen.

Info-DIREKT: Ihre Lieder sind sehr professionell. Dahinter steckt wohl auch ein erheblicher finanzieller Aufwand. Wie finanzieren Sie das?

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Info-DIREKT: Ein großer Erfolg war eines Ihrer ersten Lieder. „Europa“ hat auf der Videoplattform „YouTube“ mittlerweile über eine Million Klicks. Worauf führen Sie diesen Erfolg zurück?

Komplott: „Europa“ ist ein Lied, das auf den Punkt bringt, was viele kritisieren. Hinzu kommt ein leidenschaftliches Bekenntnis zu unserem altehrwürdigen Kontinent und die Eingängigkeit der Parolen.

Info-DIREKT: Im Text von „Gestern und Morgen“ schreiben Sie, dass Heimat kein Standort, sondern Standpunkt ist. Was meinen Sie damit?

Komplott: In Zeiten der kapitalistischen Globalisierung erfuhren die Begriffe von „Deutschland“ und „Europa“ eine rein wirtschaftliche Bedeutungsumkehr. So kommt es, dass Europa heute bewusst als Synonym für die EU und Deutschland gleichbedeutend mit dem Wirtschaftsraum der BRD verwendet wird. Mir ging es darum, zu betonen, dass unsere Heimat unser Boden ist, den Generationen bewusster Menschen geformt und kultiviert haben. Diese Heimat ist uns Hort und Wiege. Und sie ist unser Grund, den wir kompromisslos verteidigen. Als Prinzip, als unverhandelbarer Standpunkt, diametral entgegenstehend zur heutigen Standortlogik, die Länder und Menschen nur noch als kalkulierbares Kapital betrachtet und verachtet.

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Über Komplott:

Patrick, so der bürgerliche Vorname des patriotischen Rappers „Komplott“, ist 1992 geboren und Student der Rechtswissenschaften in Süddeutschland. Sein erstes Album „weiszes kaninchen“  ist im November 2018 bei komplott-rap.de erschienen und um 19,99 Euro bei „EinProzent“ erhältlich. Folgt „Komplott“ auch auf Instagram und Youtube. Hier ein Info-DIREKT Bericht über das erste Komplott-Konzert von Komplott in Österreich.

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