Interview mit Verleger Dietmar Munier

Dietmar Munier: „Die Vorwürfe gegen Ochsenreiter sind frei erfunden!“

Dietmar Munier im Interview zu den Vorwürfen gegen Manuel Ochsenreiter
Bild Dietmar Munier: privat; Bildhintergrund und Bildkomposition: Info-DIREKT

Dem deutschen Journalisten Manuel Ochsenreiter wird von einigen Medien vorgeworfen bei der Vorbereitung einer politisch motivierten Straftat in Osteuropa mitgewirkt zu haben (Video dazu am Ende des Beitrages). Alexander Markovics hat für Info-DIREKT den Verleger und Arbeitgeber von Ochsenreiter Dietmar Munier über die möglichen Hintergründe der Anschuldigungen befragt.

Info-DIREKT: Manuel Ochsenreiter, dem Chefredakteur des deutschen Nachrichtenmagazins „ZUERST!“ wird vorgeworfen, in der Westukraine einen Brandanschlag gegen eine Einrichtung der ungarischen Minderheit geplant, organisiert und finanziert zu haben. Was sagen Sie zu den Vorwürfen?

Dietmar Munier: Die Vorwürfe sind frei erfunden und treffen natürlich nicht zu. Manuel Ochsenreiter arbeitet seit fünfzehn Jahren als Chefredakteur für Publikationen meines Unternehmens, zunächst für die „Deutsche Militärzeitschrift (DMZ)“ und inzwischen im neunten Jahr für das Deutsche Nachrichtenmagazin „ZUERST!“. Ochsenreiter ist Journalist durch und durch, d.h. er ist unbestechlicher Berichterstatter. Es käme ihm nie in den Sinn, vorgefundene Fakten zu verdrehen, wie wir es tagtäglich von der Mainstream-Presse kennen. Noch absurder ist die Vorstellung, er könnte eine falsche Nachrichtenlage durch Anstiftung zu einer Straftat erzeugen. Das bleibt der traurige Ruhm eines privaten Fernsehsenders, der vor einigen Jahren ein paar Skinheads mit einem Kasten Bier dazu animierte, den rechten Arm zum Gruß zu heben, um nicht vorhandene Neonazis vorzutäuschen. Was hier gegen Manuel Ochsenreiter läuft, ist eine polnisch-ukrainische Desinformationskampagne.

Was für einen konkreten Hintergrund haben die Vorwürfe gegen ihn?

Im polnischen Krakau läuft seit Januar ein Strafverfahren gegen drei polnische Staatsbürger, von denen zwei im Verdacht stehen, den Brandanschlag in der Westukraine verübt zu haben, während der dritte ihn angestiftet haben soll. Dieser Dritte, ein gewisser Michal P., hat vor Gericht zu seiner eigenen Verteidigung vorgetragen, er sei seinerseits von Herrn Ochsenreiter angestiftet und bezahlt worden. Nun darf man sich einen polnischen Knast nicht wie einen deutschen oder österreichischen vorstellen. Ich erinnere daran, dass Polen im Februar 2016 vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt wurde, drei gefolterten Männern insgesamt 230.850,- Euro Schadensersatz zu zahlen, die in einem CIA-Folterlager in Polen übel zugerichtet worden waren. Der Angeklagte P. wird schon nachvollziehbare Gründe dafür haben, dass er sich in der Haft entschlossen hat, Herrn Ochsenreiter fälschlich zu belasten.

Welche Verbindung gibt es zwischen einem Polen aus Krakau und Herrn Ochsenreiter?

Manuel Ochsenreiter arbeitet schon seit Jahren mit dem polnischen Politiker und Publizisten Mateusz Piskorski zusammen, der wie Ochsenreiter für eine europäische Zusammenarbeit unter Einbeziehung Russlands wirbt. Von einer geopolitischen Konferenz in Warschau 2015 gibt es ein Foto, das auf dem Podium Piskorski und Ochsenreiter zeigt und daneben als Dolmetscher für Ochsenreiter den heutigen Angeklagten Michal P.. Daher rührt der Kontakt.

Wer könnte außer diesem Michal P. ein Interesse an einer Belastung von Manuel Ochsenreiter haben?

Oh, da fallen mir gleich etliche ein. Zunächst muss man wissen, dass Ochsenreiters Mitstreiter Piskorski ebenfalls im polnischen Knast sitzt. Als Pole für eine Zusammenarbeit mit Russland zu werben, ist ein selbstmörderisches Unterfangen. Er wurde vor zwei Jahren in Untersuchungshaft genommen und wird der Spionage für Russland beschuldigt. Man hat ihn einfach eingebuchtet und damit kaltgestellt. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass man in Polen aus dem „Dreigespann“ Piskorski-Ochsenreiter-Michal P. eine kriminelle Vereinigung, eine Art „Terrorzelle“ konstruieren will, um Piskorski langjährig wegsperren zu können.

Sie sprachen von „etlichen“ Interessierten?

Dazu muss man sich nur mal vor Augen führen, wem Ochsenreiter in den letzten Jahren alles auf die Füße getreten ist. Der Mann ist erst 42 Jahre alt und ist schon sein halbes Leben lang journalistisch im deutschen Interesse tätig. Er hat sich vor allem mit seinen Auslands- und Kriegsreportagen einen Namen gemacht und hat u.a. aus Syrien, Libanon, Iran, Serbien, Kosovo, Kanada, Schweden, Spanien, Russland, Armenien, Moldawien, von der Krim und aus den beiden ostukrainischen Volksrepubliken Luhansk und Donezk für „DMZ“ und „ZUERST!“ berichtet. Diese Berichte weichen ziemlich stark von dem ab, was Leute wie der „SPIEGEL“-Fälscher Claas Relotius nach Deutschland gekabelt haben. Aus Syrien hat Ochsenreiter von Anbeginn wahrheitsgemäß berichtet, dass es dort niemals einen Bürgerkrieg gab, sondern stets einen von außen hineingetragenen islamistischen Krieg zur Destabilisierung des Nahen Ostens. Und auch zur Situation in der Ukraine hat er stets Ross und Reiter genannt, nämlich das Interesse der USA an der weiteren militärischen Einkreisung Russlands. Es ist also sicherlich nicht weit hergeholt, wenn man davon ausgeht, dass Ochsenreiter in den USA, im Nahen Osten, der Ukraine, in Polen, Deutschland und in der NATO nicht nur Freunde hat.

Die Vorwürfe tauchen erst jetzt, ein Jahr nach der Tat, auf. Manche Medien sprechen von einem aus Moskau betriebenen Netzwerk des Hasses und bringen die AfD damit in Verbindung. Glauben Sie, daß der Zeitpunkt gezielt im Blick auf die in diesem Jahr in Deutschland anstehenden Landtagswahlen gewählt worden ist, um der AfD zu schaden?

Zum einen ist der Termin natürlich durch den Prozessauftakt in Krakau bedingt. Zum anderen gehört zur politischen Leistungsbilanz von Manuel Ochsenreiter auch die Tatsache, dass er seit September 2018 neben seiner journalistischen Tätigkeit den AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Deutschen Bundestages als Mitarbeiter unterstützt hat. Außerdem ist die inhaltliche Nähe zwischen „ZUERST!“ und der AfD unübersehbar, veröffentlicht „ZUERST!“ doch in fast jeder Ausgabe Interviews mit AfD-Politikern. Dadurch bestand für „Kontraste“ und „t-online“ die Möglichkeit, Ochsenreiter zu schlagen und dabei zugleich die AfD zu treffen. Ein Zusammenhang mit den Landtagswahlen ist nicht auszuschließen, aber auffälliger ist eine andere zeitliche Nähe, dass „t-online“ die Vorwürfe gegen Ochsenreiter nämlich genau in der Woche hochgekocht hat, als der neu installierte deutsche Verfassungsschutzpräsident seine „Prüffall“-Kampagne gegen die AfD losgetreten hat. Und noch etwas ist auffällig.

Sie machen uns neugierig?

Woher wusste das Fernsehteam von „Kontraste“ überhaupt, dass im fernen Krakau ein solcher, juristisch wenig brisanter, Prozess stattfindet und dass der Angeklagte dort seine Falsch-Beschuldigung erheben würde? Die haben doch einen Hinweis von interessierter Seite bekommen und wurden dort hinbestellt! Genauso dubios ist der vermeintliche Anschlag selbst. Die beiden Täter sollen sich im Anschlagsort in einem Hotel unter ihren richtigen Namen einquartiert haben und wurden von Überwachungskameras unverhüllt aufgenommen. Es fehlte eigentlich nur noch, dass sie ihre Ausweise am Tatort „verlieren“. Zudem kann man auf Fotos sehen, dass das attackierte Gebäude nur einen leichten Russschaden auf der Frontseite aufweist. Das Ganze sieht eher nach einer vollständig inszenierten Geheimdienstoperation aus, als nach einem Anschlag von polnischen Neonazis. So dumm können die eigentlich gar nicht sein.

Das Magazin „ZUERST!“ berichtete in der Vergangenheit kritisch über westliche Regime-Changes und subversive Aktivitäten, gerade auch im Zusammenhang mit der Ukraine. Denken Sie, dass die Anklage auch deswegen stattfindet, weil man kritische Stimmen mundtot machen will?

Genau darum geht es. Ochsenreiter war etwas zu neugierig, sich die weltweiten Subversions-Schauplätze von Herrn Soros und anderen Interessierten unbedingt selber anschauen zu wollen und ungeschminkt von dort zu berichten. Doch dafür unterhält man ja nicht umsonst für die gutgläubigen Zuschauer die Fernsehkanäle ARD, ZDF und ORF. Ganz schon frech, als Ein-Mann-Aufklärer ganze Bataillone von Gesinnungsjournalisten bloßzustellen – das hat wohl letztlich den jetzt erfolgten Gegenschlag provoziert. Aber das stehen wir durch.

Ein Vorwurf lautet, Ochsenreiter würde ein Europa unter russischer Vorherrschaft anstreben. Was sagen Sie dazu?

Viele Etablierte können offensichtlich nur in den Kategorien der Fremdbestimmung denken, weil sie selber konsequent auf dem US-Ticket unterwegs sind und ständig gegen deutsche Interessen handeln. Ich erinnere nur an Amerika-Brücke, Bilderberger und ähnliche Institutionen, in denen sich deutsche Meinungsbildner, Politiker und Konzernmanager tummeln. Manuel Ochsenreiter und wir alle von Redaktion und Verlag von „ZUERST!“ wünschen uns von niemandem eine nationale Vorherrschaft in Europa. Wir sind allesamt begeisterte Europäer und wünschen uns einen Staatenbund freier Vaterländer, die ihre Staaten gemeinsam vor unerwünschter Zuwanderung schützen und überall da zusammenarbeiten, wo es für die Völker sinnvoll ist – und nicht für Konzerne und Banken. Und natürlich soll Russland diesem Staatenbund angehören. Wer kann denn wollen, dass wir Russland, das historisch und geographisch dazugehört, vor den Kopf stoßen und in die Arme Chinas treiben?

Manuel Ochsenreiter organisierte in der Vergangenheit auch gemeinsam mit Vertretern von AfD und „Die Linke“ Wahlbeobachtermissionen in Osteuropa, u.a. im Donbass. Sind die Ermittlungen gegen Ochsenreiter auch ein Schlag gegen die Volksdiplomatie Richtung Eurasien und die Vermittlung zwischen patriotischen Kräften in AfD und Linkspartei?

Gut, dass Sie das ansprechen. Die Wahlbeobachtermissionen sind ein weiteres Tätigkeitsfeld, mit dem Ochsenreiter sich z.B. die OSZE zum Feind gemacht hat. Die OSZE ist ja auch solch eine westliche Einflussorganisation, die mit ihren Wahlbeobachtungen so tut, als ob sie ernsthaft eine neutrale Instanz wäre. In Deutschland kann sie keine Benachteiligungen bei Wahlen erkennen. Jedermann empört sich zu Recht über Milizen, die im Auftrag von Regierungen in Süd- und Mittelamerika oppositionelle Bürger terrorisieren. Aber was ist mit der sog. Antifa, die ganz offen aus staatlichen Töpfen – Stichwort „Kampf gegen rechts“ – finanziert wird? Die besorgt die Einschüchterung von Andersdenkenden, bedroht Kandidaten und Abgeordnete der AfD und verübt Anschläge, droht Wirten und Hoteliers, die Veranstaltungen in ihren Räumen stattfinden lassen und terrorisiert sie anschließend durch das Einschlagen von Scheiben und das Beschmieren von Fassaden. Dazu habe ich noch nie ein Wort von der OSZE gehört. Wahlbenachteiligungen gibt es für die OSZE nur im „bösen Osten“. Eine Handvoll unabhängiger Wahlbeobachter, darunter etliche deutsche AfD- und Linken-Abgeordnete und österreichische FPÖ-Mandatare und auch Manuel Ochsenreiter, haben dadurch, dass sie in Russland, auf der Krim, im Donbass usw. persönlich die Wahlen beobachtet haben, die OSZE vollständig delegitimiert. Das tut weh – und dafür muss Manuel Ochsenreiter jetzt büßen.

Wie geht es weiter?

Am Ende wird sich die Wahrheit durchsetzen.

Über Dietmar Munier:

Dietmar Munier (65) ist Inhaber eines deutschen Medienunternehmens in der Nähe von Kiel. Zu seiner Verlagsgruppe zählen Buchverlage wie „ARNDT“, „Pour le Merite“ und „Bonus“, in denen bekannte Autoren wie Franz W. Seidler, Werner Maser, Patrick Buchanan, Heinz Magenheimer und Alexander Dugin veröffentlichen. Zudem verlegt er Zeitschriften wie das Deutsche Nachrichtenmagazin „ZUERST!“, die „Deutsche Militärzeitschrift (DMZ)“, „Zeitgeschichte“, „Der Schlesier“ u.a. Neben seiner verlegerischen Arbeit hat er sich einen Namen mit Hilfsmaßnahmen im nördlichen Ostpreußen (Königsberger Gebiet) gemacht, wo er in den 90er Jahren zwei Dörfer für Rußlanddeutsche baute und wo er seit 27 Jahren eine „Deutsche Schule“ für russische und rußlanddeutsche Kinder betreibt. Über sein dortiges Engagement veröffentlichte er das Buch „Das letzte Dorf. Bei den Rußlanddeutschen in Ostpreußen“. Munier ist verheiratet, hat sechs Kinder und lebt auf einem Öko-Bauernhof an der Ostsee.

Hier ein Video, indem schwere Vorwürfe gegen Manuel Ochsenreiter erhoben werden: