Sieben Punkte, die der Bundespräsident zum Wohle Österreichs beachten hätte sollen

Strache-Video: Präsident Van der Bellen hat Österreich im Stich gelassen

Strache-Video: Van der Bellen lässt Österreich im Stich
Bild Van der Bellen: Von Manfred Werner (Tsui) - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link; Bildkomopsition: info-DIREKT

Nach Auftauchen des Strache-Videos hätte Bundespräsident Alexander Van der Bellen Österreich und die Bundesregierung in Schutz nehmen müssen. Leider tat er genau das Gegenteil.

Ein Kommentar von Thomas Steinreuter

So hätte sich ein Bundespräsident, dem Österreich am Herzen liegt, verhalten:

  1. Er hätte die Medien dazu ermahnen sollen sich bei der Berichterstattung über das Strache-Video an strafrechtliche Bestimmungen und den journalistischen Ehrenkodex zu halten.
  2. Er hätte den deutschen Botschafter zu sich zitieren sollen und sich öffentlich gegen die Einmischung durch deutsche Medien in die österreichische Innenpolitik aussprechen müssen.
  3. Spätestens nach dem Rücktritt von HC Strache und Johann Gudenus hätte er die österreichische Regierung in Schutz nehmen müssen.
  4. Zudem hätte er Bundeskanzler Sebastian Kurz zur Seite stehen müssen und ihn zur Besonnenheit raten sollen.
  5. Er hätte alle Quertreiber in der ÖVP und alle Zündler in den Oppositionsparteien zu sich bestellen müssen, um sie zu ermahnen am Rücken von Österreichs Zukunft kein politisches Kleingeld zu wechseln.
  6.  Er hätte darauf bestehen sollen, dass abgesehen vom zurückgetretenen Vizekanzler, alle Minister im Amt bleiben müssen, zumindest solange bis diese Affäre aufgeklärt ist.
  7. Besonders wichtig wäre es gewesen, dass er Innenminister Herbert Kickl im Amt belässt. Denn, wem kann eine vollständige Aufklärung der kriminellen Machenschaften rund um das Strache-Video mehr am Herzen liegen als einem FPÖ-Parteimitglied?

Van der Bellen und Kurz trugen zur Verschärfung der Lage bei

Leider hat Bundespräsident Van der Bellen meist genau gegenteilig zu den aufgezählten Punkten gehandelt. Er hat Feuer mit Benzin gelöscht und damit Österreich geschadet. Die Ersetzung der FPÖ-Minister durch von Kurz und ihm ausgewählte Experten wird das Vertrauen der Österreicher in die Politik nachhaltiger beschädigen als es das Strache-Video jemals vermocht hätte.

Gegen erfolgreiche und beliebte Regierung entschieden

Strache wurde mit dieser kriminellen Videofalle hineingelegt, er hat sich aufgestachelt von verlockenden Angeboten im Rausch zu Aussagen hinreißen lassen, die er ohnehin nicht einhalten hätte können. Im Gegensatz zu Strache hat Van der Bellen im vollen Bewusstsein das Falsche gesagt und getan. Er hat sich gegen eine überdurchschnittlich erfolgreiche und beliebte Regierung entschieden. Vermutlich nur um seinen rot-grünen Radaubrüdern auf den Straßen und in den Redaktionsstuben der etablierten Medien zu gefallen.