Info-DIREKT erhielt aus einem 384,5 Mio. Euro schweren Inseratentopf 3.060 Euro

Inserate für rechte Medien: Was das „Profil“ verschweigt!

Inserate für rechte Medien: Was das "Profil" verschweigt!
"Profil"-Schriftzug: Von profil - SVG erstellt mit Inkscape, Gemeinfrei, Link; Symbolbild Mann: freepik; Bildkomposition: Info-DIREKT

Im Zeitraum von zweieinhalb Jahren haben „rechte“ Medien laut einem „Profil“-Artikel im Zeitraum von zweieinhalb Jahren 116.000 Euro an Regierungsinseraten erhalten. Jakob W. vom „Profil“ sieht darin einen Skandal. Aus Sicht von Info-DIREKT ist das auch ein Skandal – allerdings aus anderen Gründen.

Weniger als 0,03 Prozent für rechte Medien

116.000 Euro hören sich nach viel Geld an. In Wirklichkeit ist das jedoch nur ein Tropfen in einem wahren Inseratengelder-Ozean. Alleine im Jahr 2017 wurden laut „Alles Roger?“ Regierungsinserate in der Höhe von rund 213 Millionen Euro geschaltet. 2018 waren es laut „Standard“ 171,5 Millionen. Das Anzeigenvolumen für 2017 und 2018 betrug also mindestens 384,5 Milionen Euro – 2019 ist da noch nicht enthalten. Von dieser Summe haben rechte Medien laut „Profil“ also 116.000 Euro erhalten. Da hier die Zahlen von 2019 noch fehlen, sind das weniger als 0,03 Prozent der Gesamtsumme die sich – laut „Profil“ – auf folgende Medien aufteilen:

Info-DIREKT hat von der Gesamtsumme an Regierungsinseraten also nur 0,0008 Prozent erhalten.

Was das „Profil“ verschweigt

Die Gesamtsumme an Regierungsinseraten erwähnt Jakob W. im „Profil“-Text übrigens mit keinem Wort. Dass das „Profil“ alleine im Jahr 2017 Regierungsinserate in der Höhe von 1,49 Millionen Euro erhalten hat, lässt er ebenso unerwähnt. Viel lieber regt er sich darüber auf, dass die oben angeführten Medien zu wenig kritisch über die FPÖ berichten und FPÖ-nahe sein würden. Über seine eigene Vergangenheit in der „Sozialistischen Jugend Niederösterreich“ sowie die SPÖ-Nähe des „Profils“ verliert er hingegen kein Wort.

Trotz (oder wegen?) seiner Unausgewogenheit haben andere Medien, wie der „ORF„, „Österreich“ und die „Tiroler Tageszeitung“ den „Profil“-Artikel übernommen.

Falsche Argumente

Dass patriotische Medien im Vergleich zu den etablierten so wenig Geld bekommen, wird oft damit argumentiert, dass rechte Medien keinen richtigen Journalismus betreiben würden und zuwenig Reichweite hätten. Beides stimmt jedoch nicht. Was die Qualität betrifft, braucht man sich nur ansehen welche Schlagzeilen „Österreich“ produziert, das im Jahr 2017 1,02 Millionen Euro an Regierungsinseraten erhielt. Auch das Reichweiten-Argument ist schnell vom Tisch gewischt, wenn man weiß, dass „Okto TV“ 2017 – laut „Alles Roger“ – 1,49 Millionen Euro erhalten hat. Laut „Unzensuriert“-Bericht aus dem Jahr 2017 hat der Amateur-Sender täglich nur 450 Zuseher.

Starke Reichweiten in den sozialen Medien

In Sachen Reichweite ist zudem zu sagen, dass patriotische Medien trotz Zensur und finanzieller Benachteiligung in den sozialen Medien immer relevanter werden. Das musste auch das „Profil“ zugeben, das 2018 eine Studie veröffentlicht hat, die zeigte, dass „Unzensuriert“, „Wochenblick“ und Info-DIREKT auf Facebook bereits unter den Top-10 der Meinungsmacher in Österreich sind.

Der wirkliche Skandal

Trotz aller Gehässigkeit mit der das „Profil“ immer wieder über Info-DIREKT berichtet (siehe Video-Antwort von Friedrich Langberg darauf), bedankt sich die gesamte Info-DIREKT-Redaktion bei Jakob W. sehr herzlich. Er hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass patriotische Medien bisher ungerecht behandelt wurden. Patriotische Medien leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Vielfalt der sonst sehr eintönigen Medienlandschaft. Jede Regierung egal ob in Bund, Ländern und Städten sollten diesen Aspekt auch bei der Vergabe von Inseraten bedenken – besonders jene mit patriotischer Beteiligung. Es kann nicht sein, dass das im Besitz der ÖVP befindliche „Neue Volksblatt“ im Jahr 2015 knapp 330.000 Euro an Inseraten alleine vom Land Oberösterreich bekam, alle patriotischen Medien in zweieinhalb Jahren jedoch nur 116.000 Euro.

Wettbewerbsverzerrung

Die bisherige Vergabe von sogenannten Regierungsinseraten sollte endlich überdacht werden. Sie verursacht nicht nur unnötige Kosten für den Steuerzahler, sondern macht Medien auch von der Gunst der Regierung abhängig. Zudem verzerrt diese Inseratenvergabe den Wettbewerb unter den Medien und den unterschiedlichen politischen Anschauungen. Das ist auch im Hinblick auf die Meinungsbildung vor Wahlen bedenklich.

Wer der Meinung ist, dass sich Info-DIREKT mehr als 0,0008 Prozent des Regierungsinseratenvolumens verdient hätte, kann uns gerne mit einem Abo ab nur 38,50 Euro im Jahr unterstützen.