Gabalier: „Bin mir noch nicht sicher, ob ich zur Wahl gehen werde!“

Gabalier: „Bin mir noch nicht sicher, ob ich zur Wahl gehen werde!“
Bild Andreas Gabalier: Von Manfred Werner - Tsui - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link; Bearbeitet durch Info-DIREKT

Die vermehrten Schlammschlachten der letzten Monate in der österreichischen Innenpolitik nerven quer durch alle Bevölkerungsschichten immer mehr Menschen. Auch „Volksrock´n´Roller“ Andreas Gabalier hat sich in einem Sommergespräch mit „ATV“ jetzt dazu geäußert.

Auf die Frage des Moderators, ob er wählen gehen würde, antwortete Gabalier:

„Das weiß ich noch gar nicht, ob ich dieses Mal wählen gehe.“

Kritik am Kindergartenniveau

Zum Ausdruck brachte der beliebte Musiker, der bisher aus fester Überzeugung immer wählen gegangen sei, dabei auch seine Unzufriedenheit mit dem „Kindergartenniveau quer durch die Reihen sämtlicher Politiker“.

Schlammschlachten zeigen jetzt Wirkung

Was Gabalier im Interview nur ganz kurz anspricht, empfinden wohl viele Österreicher derzeit so. Viele Menschen haben das Gefühl, dass eh alle Parteien gleich korrupt sind und eh alle Politiker nur auf ihre eigene Geldbörse und ihre eigene Karriere schauen würden.

Unverständnis für Neuwahl könnte noch größer werden

Wenn es nach der Wahl wieder zu einer Koalition zwischen ÖVP-FPÖ kommt, werden sich zudem viele fragen, wozu diese Wahl überhaupt notwendig war. Das sieht auch ÖVP-Nationalrat Laurenz Pöttinger im Interview mit Info-DIREKT so. Im Gespräch mit Info-DIREKT lässt Pöttinger auch den tatsächlichen Grund für die Neuwahl durchblicken:

„Es war natürlich eine Forderung, dass man ohne Kickl weitermacht!“

Unzufrieden mit Distanzierungen

Unverständnis macht sich jedoch nicht nur unter den Wählern, sondern auch innerhalb der FPÖ breit. Für einen Streit innerhalb der Partei, den manche Medien gerne herbeischreiben würden, gibt es keine Belege. Was man jedoch in Gesprächen mit Parteimitgliedern immer wieder hört, ist die Unzufriedenheit mit den ständigen Distanzierungen manch blauer Spitzenpolitiker. So wurden nicht nur die Distanzierungen nach dem „Rattengedicht“ als voreilig und übertrieben wahrgenommen, sondern auch – und noch viel mehr – der öffentliche Tadel von Manfred Haimbuchner an seinem eigenen Landesrat Wolfgang Klinger.

Vorzugsstimmen für Herbert Kickl

Am Bundesparteitag wurde Norbert Hofer mit 98,25 Prozent zum neuen Bundesparteiobmann der FPÖ gewählt. Viele kritische FPÖ-Funktionäre haben für den 29. September trotzdem einen speziellen Plan: Sie werden Herbert Kickl ihre Vorzugsstimme geben, als Zeichen in welche Richtung sich die Partei entwickeln soll.

Hier das ganze ATV-Interview mit Andreas Gabalier:

 

Abowerbung, Ausgabe 32