Spesenritter und Spesenkaiser werden uns nicht retten!

Spendenkaiser und Spendenritter in der Politik in Österreich
Bild Spendenkaiser: freepik, Bildkomposition: Info-DIREKT

Dass sich viele Politiker selbst am nächsten stehen, regt schon lange niemanden mehr wirklich auf. Nur im Moment der Berichterstattung schmunzelt man noch über Sozialisten mit Luxusuhren, im Nobelrestaurant und mit doppeltem Einkommen. Man greift sich auf den Kopf, wenn man hört, dass ein Nationalratsabgeordneter in einer Sozialwohnung lebt. Man fragt sich, was die eigene Stimme noch Wert ist, wenn Millionäre tausende Euros selbstlos an eine Partei „spenden“ und ein Freund Gesellschaftsanteile einer Zeitung kauft. Man ist auch nicht verwundert, dass selbst der „Anstand“ dubiose Spendengelder annimmt. Und mittlerweile ist man auch nur mehr mäßig enttäuscht, wenn sich der selbsternannte Ritter des kleinen Mannes als Spesenkaiser herausstellt, der sich nicht nur selbst am nächsten steht, sondern auch seine Tante und seine Prinzessin versorgt wissen will.

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Ein Kommentar von Michael Scharfmüller

An all das hat sich der gelernte Österreicher mittlerweile so sehr gewöhnt, dass all diese Geschichten Wahlen vermutlich nur mehr wenig beeinflussen (siehe dazu: Umfrage am Info-DIREKT Telegram-Kanal). Diese Feststellung sollten Politiker, die wirklich etwas zum Wohle unserer Kinder und Enkelkinder verändern wollen, jedoch nicht als Freifahrschein begreifen.

Ausmisten wäre jetzt angesagt

Wer nämlich wirklich etwas ändern will, muss eine möglichst saubere Weste haben. Anstatt sich ständig wegen Harmlosigkeiten umständlich zu distanzieren, sollte im Bereich der Spesenkonten, Doppelbezüge, VIP-Besäufnisse und Co. endlich mal aufgeräumt werden.

Die Selbstverständlichkeit mit der diese Annehmlichkeiten bereits von Nachwuchspolitikern konsumiert werden, verdirbt nicht nur den Charakter, sondern macht auch blind für wirklich wesentliche Dinge.

Sauber arbeiten als Schutz vor Erpressung

Wer im Bereich der persönlichen Begünstigungen unsauber arbeitet, muss immer mit dem Bedenken leben, dass er dadurch möglicherweise erpressbar wird. Besonders in einer Zeit in der man damit rechnen muss, dass von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmte Smartphones in den Medien ausgewertet und ausgeschlachtet werden!

Die wahren Helden sind die kleinen Funktionäre

All das soll nicht heißen, dass Politiker nicht ein schönes Leben führen dürfen. Sie sollten sich jedoch auch bewusst sein, dass ihnen die Partei – bei aller Wertschätzung – nicht zur ewiger Dankbarkeit verpflichtet ist. Vielmehr sollten sie ihre Aufgabe mit etwas Demut vor jenen Parteifunktionären erfüllen, die sich ehrenamtlich die Füße für die Wahlerfolge wundlaufen und sich in ihren Heimatorten vor ihren Freunden, Kollegen und Familienmitgliedern für die Verfehlungen der Parteispitze rechtfertigen müssen.

Für alle im Artikel genannten Personen, Parteien und Firmen gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

Anmerkung 1: Bevor wir diesen Kommentar veröffentlicht haben, haben wir selbstverständlich einige Hintergrundgespräche zum Thema „Umgang mit Spesen in der FPÖ“ geführt und uns nicht auf die Berichterstattung der etablierten Medien verlassen. 

Anmerkung 2: Info-DIREKT ist eines der ganz wenigen patriotischen Medien, das nicht am Finanztropf einer Partei hängt. Deshalb können wir uns den Luxus einer wirklich freien Meinungsäußerung erlauben. Wenn Sie Info-DIREKT als wohlwollende aber kritische Stimme unterstützen wollen, freuen wir uns, wenn Sie noch heute ein Jahresabo ab nur 38,50 Euro abschließen.

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