Wen sollte man als Patriot am Sonntag wählen?

Wen wählen, Herbert Kickl (FPÖ), Sebastian Kurz (ÖVP) oder Norbert Hofer (FPÖ)?
Bild Herbert Kickl (FPÖ), Sebastian Kurz (ÖVP) und Norbert Hofer (FPÖ): Info-DIREKT

Viele Patrioten in Österreich machen sich derzeit Gedanken darüber, wen sie am Sonntag bei der Nationalratswahl wählen sollten. Info-DIREKT gibt zwar keine Wahlempfehlung ab, dennoch wollen wir uns mit den verschiedenen Möglichkeiten beschäftigen.

Von den antretenden Parteien vertreten nur die ÖVP und die FPÖ patriotische Positionen. Die ÖVP überraschte in den letzten Wochen in Interviews mit Info-DIREKT immer wieder damit, wie offen sie um die Gunst von Patrioten wirbt. So bekräftigte ÖVP-Chef Sebastian Kurz im Gespräch mit Info-DIREKT: „Nur wenn wir kontrollieren, wer bei uns lebt, können wir die Sicherheit aufrechterhalten!“ Ein Koalition mit NEOS und Grünen wollte er jedoch trotzdem nicht ausschließen. ÖVP-Klubobmann August Wöginger bezeichnete seine Partei im Interview mit Info-DIREKT sogar als „heimatverbundene Partei“, der es darum gehe „unsere Werte und Traditionen hochleben“ zu lassen“. Auch sein Parteikollege, Nationalratsabgeordneter Johann Singer, betonte im Interview mit Info-DIREKT: „Die Identität ist ein wichtiger Aspekt für jedes Volk!“ 

Ibiza war nur vorgeschoben

Würde die ÖVP diese Versprechen ernst meinen – so kritische Beobachter – hätte sie die letzte Regierung nicht sprengen müssen. Die in vielen Bereichen erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Türkis-Blau wurde nämlich nicht wegen dem Ibiza-Skandal beendet, sondern weil die alte ÖVP den damaligen Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) aus dem Amt entfernen wollte, wie Laurenz Pöttinger im Gespräch mit Info-DIREKT durchklingen ließ:

„Es war natürlich eine Forderung da, dass man ohne Kickl weitermacht.“

Lippenbekenntnisse der ÖVP

Würde die Volkspartei wirklich heimattreue Politik machen wollen, hätte sie mit Kickl einen starken Bündnispartner gehabt. Dass die ÖVP eine Zusammenarbeit mit Kickl ausschließt, legt für viele offen, dass es Sebastian Kurz plötzlich entdeckter Heimatliebe nur um eine Wahlkampfstrategie handelt und um keine echte Verbundenheit zu Land und Menschen. Abgesehen davon ist die Volkspartei aufgrund ihrer Verbotsgelüste für viele freiheitsliebende Menschen unwählbar.

Veränderung durch Verzicht?

Viele Menschen haben von dem „Kasperltheater“ der letzten Wochen genug und überlegen deshalb der Wahl fernzubleiben. Andere wollen zwar an der Wahl teilnehmen, als Ausdruck ihrer Unzufriedenheit jedoch ungültig wählen. Viele haben es mittlerweile nämlich satt immer nur das kleinste Übel zu wählen. Sie wollen, dass ihre Stimme wieder etwas Wert ist und sagen:

„Wer will, dass ich ihn wähle, muss sich glaubhaft um mich bemühen!“

Unzufriedenheit mit der FPÖ

Dieses „glaubhafte Bemühen“ vermissen einige Patrioten auch von der FPÖ. Der Grund dafür dürften die zahlreichen Distanzierungen sein. Eine weitere Rolle dürfte dabei auch die unbedingte Absicht einiger FPÖ-Spitzenpolitiker sein, von den etablierten Medien und der ÖVP als regierungstauglich wahrgenommen zu werden. Eine sehr untergeordnete Rolle hingegen spielen einige unpopuläre Maßnahmen während der blauen Regierungsbeteiligung und der „Spesenskandal“ rund um HC Strache (siehe dazu auch unsere Umfrage auf Telegram).

Vorzugsstimme Kickl

Viele dieser unzufriedenen FPÖ-Wähler werden bei dieser Wahl ihrer Partei trotzdem die Treue halten. Als Zeichen ihrer Unzufriedenheit planen sie jedoch Herbert Kickl eine Vorzugsstimme geben. Damit wollen sie Kickls klare Linie und dessen Position innerhalb der Partei stärken. Viele Patrioten hoffen zudem, dass es Bundespräsident Van der Bellen und Sebastian Kurz schwerer fallen wird, Herbert Kickl aus einer zukünftigen Regierung auszuschließen, wenn dieser bei der Wahl tausende Vorzugsstimmen erhalten hat.

Hier ein Video von Martin Sellner zu diesem Thema:

 

Abowerbung, Ausgabe 32