Halle und der Unterschied zu anderen Mordfällen

Mord in Halle
Symbolbild: freepik.com

Der Amoklauf von Halle legt erneut offen, mit welcher Doppelmoral nach Amokläufen und Terroranschlägen vorgegangen wird.

Ein Kommentar von Thomas Steinreuter

Wenn ein Migrant jemanden tötet oder schwer verletzt, folgt die Berichterstattung der etablierten Medien meist dem gleichen Muster:

  1. Versuche die Tat zu vertuschen und zu verharmlosen (siehe bspw. Silvesternacht in Köln bzw. Frankreich). Oft werden Migrantenmorde zudem als regionale Ereignisse abgetan (Machetenmord, Mord an Maria L. in Freiburg).
  2. Politiker und Medien rufen dazu auf keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.
  3. Die Tat wird als „Unfall“ dargestellt (zB.: Kind von Bahn erfasst oder LKW-Zwischenfall), Medien und „Experten“ machen sich daraufhin Gedanken darüber, wie man solche Unfälle zukünftig verhindern könne (zb.: Schritttempo auf Bahnhöfen)
  4. Der Täter wird sofort als psychisch-krank bezeichnet, seine Herkunft und Motivation solange als möglich verschwiegen.
  5. Jede Tat wird isoliert als Einzelfall betrachtet. Wenn es sich beim Täter um einen Moslem handelt, hat seine Tat niemals etwas mit dem Islam zu tun. Meist gräbt auch irgendein Schlauberger eine Statistik aus, dass die Gefahr von einem Blitz getroffen zu werden höher ist, als von einem Islamisten ermordet zu werden.
  6. Die größte Furcht, die Gutmenschen nach so einer Tat haben, ist, dass diese nun „böse Rechte“ für ihre Propaganda instrumentalisieren könnten.
  7. Das Umfeld und die Tatmotivation des Täters werden von Medien und Justiz teilweise nur unzureichend erforscht (bspw. bei der Amokfahrt in Graz).
  8. Forderungen nach mehr Mitteln für Integrationsmaßnahmen und im „Kampf gegen rechts“ werden laut.
  9. Angela Merkel macht Urlaub, anstatt sich am Tatort blicken zu lassen.
  10. Die Opfer werden wie Menschen zweiter Klasse behandelt (Bsp. Breitscheidplatz).

Wenn ein angeblich „Rechter“ ein ähnliches Verbrechen begeht, verhalten sich die Medien hingegen ganz anders:

Plötzlich ist die Tat in einem großen Zusammenhang zu sehen. Meist wird patriotischen Parteien die geistige Urheberschaft der Tat unterstellt (siehe bspw. Bayerns Innenminister). Jeder Massenzuwanderungs-Kritiker, wird mit dem Täter auf dieselbe Stufe gestellt. Von einem psychisch kranken Täter wird in solchen Fällen jedoch so gut wie nie gesprochen. Viel mehr wird von „Experten“ meist verlautbart, dass der Täter mit klarem Verstand gehandelt hat.

Begründung für „Kampf gegen rechts“

Als Einzelfall könne ein Gewaltverbrechen eines angeblich „Rechten“ auch nie gewertet werden, vielmehr seien sie Ausdruck einer latent rassistischen Grundstimmung der Mehrheitsbevölkerung gegen Minderheiten. So gesehen ist es dann auch nicht verwunderlich, wenn etablierte Medien und Behörden gemeinsam zum „Kampf gegen rechts“ blasen. Genug ist schließlich genug.

Unterschied zu Islamisten: Patrioten lehnen Gewalt klar ab

Dabei wird eines jedoch gerne unterschlagen: Im Unterschied zu islamistischen und militanten Antifagruppen gibt es in Österreich und Deutschland keine patriotische Gruppe, die die Anwendung von Gewalt und die Ermordung von Menschen gutheißen würde. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Patriotische Gruppen tragen vielfach dazu bei, dass sich unzufriedene Menschen friedlich am demokratischen Diskurs beteiligen können.

Dem Täter von Halle, der seine Opfer laut Medienberichten zufällig ausgewählt hat, ist es vermutlich nicht darum gegangen irgendeine Ideologie zum Ausdruck zu bringen. Es ist nicht auszuschließen, dass es sich beim Täter nur um einen Nichtsnutz handelt, der einmal in seinem Leben im Mittelpunkt stehen wollte und dafür über Leichen ging. Nicht umsonst hat er seine Tat mitgefilmt und live im Internet übertragen.

Aus meiner Sicht müssen wir alles dafür tun, um zu verhindern, dass sich Menschen soweit von ihrer Umwelt abkapseln, dass ihnen jegliches Mindestmaß an menschlicher Einfühlsamkeit verloren geht!