Der Info-DIREKT-Adventskalender zur "FPÖ-Neuausrichtung"

Adventskalender, Tür 2: „Message Control“-Maulkorb für FPÖ-Funktionäre

Info-DIREKT Adventskalender, Tür 2: Maulkorb für FPÖ-Funktionäre
Info-DIREKT Adventkalender; Bilder freepik; Bildkomposition: Info-DIREKT

In Krisenzeiten ist es nicht notwendig, dass sich jeder Landes- und Dorfkaiser zu jedem Thema äußert. Besonders nicht, wenn dadurch ein für die Partei schädliches Thema länger in den Medien bleibt.

Wenn sich beispielsweise der Generalsekretär zu einem Thema geäußert hat, müssen sich nicht der Bundesparteichef und alle neun Landesparteichefs auch noch dazu äußern. Durch die vielen Stellungnahmen zu diesem Thema gelingt es den Medien nämlich, diese „Geschichte“ tagelang in den Schlagzeilen zu halten. Würde sich dazu nur eine Person nur einmal äußern, hätten die Journalisten bald nichts mehr, um den „Skandal“ am Lodern zu halten. Wenn alles gesagt ist, muss das nicht auch noch von jedem Parteimitglied wiederholt werden.

„Skandale“ selbst künstlich am Leben erhalten

Negative Beispiele hierfür sind – aus Sicht der Info-DIREKT Redaktion – die Debatte um die „Neuausrichtung der FPÖ“ und die Vorgänge rund um das Ehepaar Strache. Beides sind Themen, die Unruhe in die ohnehin angeschlagene Partei bringen. Beides haben auch FPÖ-Politiker selbst als Thema in den Medien gehalten, weil sie sich immer wieder medial dazu geäußert haben. Für zahlreiche ähnliche „Skandale“ gilt selbiges.

Nicht jeden Gedanken in ein Mikro sprechen!

Den unprofessionalen Höhepunkt im Umgang mit etablierten Medien in diesem Zusammenhang lieferte Gottfried Waldhäusl (FPÖ-Landesrat in Niederösterreich). Vor laufenden Kameras dachte er darüber nach, unter welchen Umstanden die FPÖ-Landesgruppe Wien aus der Bundespartei ausgeschlossen werden könnte.

SPÖ und FPÖ im Wettkampf um die größten Peinlichkeiten

„Der Wegscheider“ vergleicht in diesem Video auch deshalb den momentanen Zustand der FPÖ mit jenem der SPÖ:

Maulkorb für Funktionäre

Diese „Message Control“ sollte sich nur auf Krisenthemen beschränken und kann durchaus als Maulkorb verstanden werden. Bei Themen, die zu den Kernkompetenzen der Partei gehören, sollten Funktionäre hingegen bestärkt werden sich regelmäßig und offen zu äußern, anstatt ihnen deswegen in den Rücken zu fallen.

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