Der "Info-DIREKT Adventkalender" zur "FPÖ-Neuausrichtung"

Adventkalender, Tür 22: Die FPÖ braucht mehr Hofnarren!

Adventkalender, Tür 22: Die FPÖ braucht mehr Hofnarren!
Info-DIREKT Adventkalender; Bilder freepik; Bildkomposition: Info-DIREKT

Die FPÖ wurde in ihrer Geschichte immer von den etablierten Medien und Parteien angegriffen. Eine zusätzliche Kritik aus den eigenen Reihen war deshalb lange nicht notwendig und wäre lange Zeit auch fatal gewesen.

Das hat zu zwei Phänomenen geführt:

1. Von medialer Kritik unbeeindruckt

Eingefleischte FPÖ-Wähler lässt mediale Kritik an ihrer Partei und ihren Helden relativ kalt. Belege dafür sind das trotz Ibiza beachtliche Wahlergebnis der Freiheitlichen bei der EU-Wahl und der Umstand, dass sich viele FPÖ-Wähler HC Strache, trotz zahlreicher Skandale, immer noch zurückwünschen (siehe dazu auch eine Info-DIREKT Umfrage auf Telegram). Das geht sogar soweit, dass ein Wiener HC-Strache-Fan eine eigene Partei für sein Idol gegründet hat.

2. Kursabweichung durch Kritik von „links“

FPÖ-Funktionäre wurden bisher nur kritisiert, wenn sie „rechte Positionen“ vertreten haben. Wenn sie „linke Positionen“ eingenommen oder sich distanziert haben, gab es bisher kaum Kritik. Dieser einseitige Druck von „links“ und der fehlende Druck von „rechts“ bergen die Gefahr, dass die FPÖ unbewusst vom eigentlichen Weg abtriftet.

FPÖ braucht Kritik von „rechts“

Um diesen Druck von „links“ auszugleichen, braucht die FPÖ auch wohlwollende und konstruktive Kritik von „rechts“. Zudem können dadurch Fehlentwicklungen rasch abgestellt werden. Erfolgreiche Unternehmer sehen „Kritik“ als wertvolle Rückmeldungen, um ihre Leistungen weiter zu verbessern. Die Kritik an der FPÖ darf deshalb auf keinen Fall nur den politischen Gegnern überlassen werden.

Kritik als Geschenk annehmen

Interne Kritik muss wohlwollend und konstruktiv sein. Innerhalb der FPÖ muss Kritik die Aufgabe haben die Partei zu stärken. Konstruktive, wohlwollende Kritik darf daher nicht länger als unkameradschaftlicher Angriff gewertet werden, sondern als Geschenk, das es einem ermöglicht sich zu verbessern. Ansonsten wird es nämlich auch schwer werden, jemanden zu finden, der sich traut Kritik zu äußern.

Hofnarren mussten den Kaiser kritisieren

Vor dem Problem keine Kritik annehmen zu können, standen einst auch die „unfehlbaren“ Kaiser. Weil Kritik aber wichtig ist, wurde bereits damals der Hofnarr eingeführt. Dieser hatte als Einziger nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht seinem Kaiser den Spiegel vorzuhalten. Die Entwicklungen der letzten Monate haben gezeigt, dass auch die FPÖ dringend einen Hofnarren braucht.

Parteijugend in der Pflicht

Die Rolle des Hofnarren innerhalb der FPÖ könnten die Parteijugend und die freiheitlichen Studenten übernehmen. Damit das gelingt, braucht es jedoch eine Bewusstseinsveränderung. Die beiden Organisationen sollten nicht mehr länger nur als Sprungbrett für eine Parteikarriere betrachtet werden, sondern endlich auch als gestaltende Kraft. 

Aufgabe von Info-DIREKT

Solange der FPÖ interne Kritik verwehrt wird, sieht es Info-DIREKT als eine seiner Aufgaben, der FPÖ immer wieder den Spiegel vorzuhalten.

Mehr zum Thema „FPÖ-Neuausrichtung“ finden Sie im „Info-DIREKT Adventkalender“ und im aktuellen Magazin Info-DIREKT. Folgen Sie uns auf Telegram, um nichts zu versäumen.