Teile der Bevölkerung lehnen neue Asylwerber strikt ab

Trotz Corona: Anrainerproteste gegen befürchteten Flüchtlingsansturm

In Leoben bewachen besorgte Bürger das geplante Asylheim.
Bild: Facebook; Hintergrund: Pixabay

In Leoben (Steiermark) haben sich besorgte Bürger zu einem kreativen Protest gegen die Aufnahme neuer Asylwerber zusammengefunden. In ihren Autos wachen sie unter Einhaltung der Quarantänevorschriften Tag und Nacht über die ehemalige Baumax-Filiale, in der laut Medieninformationen in Kürze bis zu 150 Asylwerber untergebracht werden sollen. (Video am Ende des Beitrags)

Kommen zur Zeit wieder heimlich still und leise hunderte Flüchtlinge in Österreich an? Die aktuellen Aktivitäten rund um bislang leerstehende Flüchtlingsheime lassen das vermuten. Medienberichte liefern auch den Grund dafür. Seit über das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen die Quarantäne verhängt wurde, müssen Neuankömmlinge auf andere Heime verteilt werden. Bislang hatte Bundeskanzler Kurz verneint, dass Österreich überhaupt neue Flüchtlinge aufnimmt.

Anwohner ruft zu friedlichen Protesten „im Fahrzeug“ auf

Auf seiner Facebook-Seite erklärt einer der Anwohner, ein junger Mann namens Mario, dass zum Thema auch viele Fake-News kursieren. So wären keinesfalls bereits 450 Personen in der Halle untergebracht. Sehr wohl befände sich die Einrichtung aber in Aufnahmebereitschaft, 150 Betten wären bereits aufgestellt und vorbereitet worden. Mario will so oft wie möglich in seinem Auto vor der Halle verweilen und gegen die Aufnahme neuer Asylwerber protestieren. Er ist der Ansicht, dass dies nicht gegen die Quarantäneauflagen verstoßen würde und ruft andere auf, es ihm gleichzutun.

Aktion durch Linksextreme bekannt geworden

Die Aktion wäre im Internet vielleicht völlig untergegangen, wäre sie nicht von der Antifa-Plattform „FPÖ Fails“ bekannt gemacht worden. Diese Initiative wird von anonymen Hetzern betrieben, aber dennoch gerne von etablierten Medien zitiert.

Nachtrag 1 (26.3.2020, 15:14 Uhr): Die Polizei sieht in der Aktion keinen Gesetzesverstoß:

Da sich an der Auslegung der von der Regierung verordneten Ausgangsperre jederzeit etwas ändern kann, raten wir dazu vor Protestaktionen mit einem Anwalt und/oder der Polizei Kontakt aufzunehmen.

Nachtrag 2 (26.3.2020, 15:27 Uhr):

Wir wurden darauf hingewiesen, dass das Innenministerium versichert habe, dass in der Unterkunft in Leoben nur Migranten untergebracht werden sollen, wenn es in anderen Unterkünften zu Corona-Fällen kommen sollte.

Facebook-Video eines besorgten Anrainers: