Wer steckt hinter der Corona-App des Roten Kreuzes?

Das Rote Kreuz scheint für die Corona-App nur den Namen herzugeben.
Bild: Grafik - Freepik; Komposition: Info-DIREKT.

Viele Medien erklärten uns in den letzten Tagen, die Corona-App wäre weitgehend unbedenklich. Dies läge beispielsweise daran, dass die App vom Roten Kreuz stamme. Tatsächlich wird die Anwendung vom internationalen Konzern Accenture programiert. Bezahlt wird dies vom Eigentümer der UNIQA-Versicherung. 

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Ein Kommentar von Michael Mayrhofer

Wie unter anderem der Wochenblick recherchierte, gibt das Rote Kreuz für die App eigentlich nur den Namen her. Tatsächlich wird das Programm von der UNIQA Privatstiftung finanziert. Entwickelt wird sie durch die Österreich-Niederlassung von Accenture, einem global agierenden Großkonzern. Accenture, ein weltweiter Partner von Microsoft, macht im Fahrwasser der Corona-Pandemie weltweit gute Umsätze. Die Uniqua Privatstiftung ist Mehrheitseigentümer der UNIQA Versicherungen. Man kann durchaus darüber nachdenken, welchen Nutzen eine Versicherung aus den Bewegungsdaten jedes österreichischen Staatsbürgers ziehen könnte. Auch wenn stets beteuert wird, dass die Daten nicht weitergegeben werden.

Fragwürdige „Flüchtlings“-Studie des Roten Kreuzes

Dass auch das Rote Kreuz nicht über jede Kritik erhaben ist, berichtete Info-DIREKT beispielsweise im Jahr 2017. Damals präsentierte das Rote Kreuz stolz eine Studie, die beweisen sollte, dass die Aufnahme von tausenden „Flüchtlingen“ aus aller Herren Länder ein gutes Geschäft für Österreich wäre.

Unkritische Innenpolitik-Redakteurin

Zum Schmunzeln lädt nachfolgender Tweet einer Innenpolitik-Redakteurin der „Presse“ ein. Anna Thalhammer verbreitete unkritisch und offenbar ohne vorherige Recherche die Behauptungen der grünen Clubchefin Sigrid Maurer über die App. Diese würde dem Roten Kreuz gehören, was angesichts oben dargelegter Fakten wohl nicht ganz so zutrifft. Über die Freiwilligkeit gab es in den letzten Tagen höchst unterschiedliche Signale. Während die ÖVP zuerst für eine Verpflichtung war, dürfte der Ball nun zur Europäischen Union gespielt worden sein, wo man über eine europaweite Verpflichtung nachdenkt. Und auch Punkt c dürfte so nicht ganz richtig sein. Es wurde zwar angekündigt, dass die App irgendwann in Zukunft Open Source (frei zugänglicher und überprüfbarer Quellcode) werden könnte, mit dem Programmupdate am kommenden Donnerstag ist dies aber definitiv noch nicht der Fall.

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