Puff auf, Schule zu, Masken drüber – Stelzers merkwürdige Corona-Panik

Puff auf, Schule zu, Masken drüber - Stelzers merkwürdige Corona-Panik
Bild Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP): Info-DIREKT

Was ist denn nun schon wieder los? Weil Mitglieder einer rumänischen Freikirche sich gegenseitig mit dem Virus infiziert haben und man nach deutschem Vorbild in Fleischbetrieben vor Rinder-Corona kapituliert, muss ganz Oberösterreich wieder unter die Maske? Während Schulen geschlossen wurden, bleiben die Bordelle geöffnet? Wollen sie nicht in den Urlaub gehen und Corona gleich mitnehmen, Herr Landeshauptmann Stelzer?

Ein Kommentar von Michael Mayrhofer

Die Menschen in Oberösterreich wissen nicht mehr, wie ihnen geschieht. In einer Nacht und Nebel-Aktion wurden die Schulen wieder geschlossen, in denen zuvor eine Art Schildbürger-Sonderbetrieb vorherrschte. Zahllose Eltern waren schon am Nervenende angelangt, als noch ein ordentlicher Tritt hinten nach kam. Planungssicherheit? Wozu. Dabei sollte man vorwegstellen: Gäbe es eine erhöhte Sterblichkeit, würde sich die angebliche Gefahr durch Corona irgendwo greifbar manifestieren – niemand würde an der Weisheit unserer Politik zweifeln, die uns bekanntlich ja nur schützen will …

Wofür das alles?

Jetzt ist es aber dummerweise so, dass die Mortalitätsrate im Bundesland komplett im Rahmen – ja stellenweise sogar unter dem erwarteten Schnitt liegt. Wobei wir, was Corona-Fälle betrifft, speziell in Oberösterreich sensibilisert sind, wo manchem Verstorbenen nachträglich ein Corona-Tod angedichtet wurde. Das mag man in den Elfenbeintürmen der Politik ja irgendwie witzig finden. Den kleinen steuerzahlenden Bürgern, die Job, Einkauf und Homeschooling der Kinder irgendwie auf die Reihe bringen müssen, ist das Lachen längst vergangen. Aber auch dafür weiß die kluge Politik guten Rat: Maske drüber, dann muss man die langen Gesichter nicht sehen.

Politische Puff-Expertisen

Mittlerweile kann niemand mehr die Tagesnachrichten von einer Satiresendung unterscheiden. Die meisten Menschen, die ich kenne, suchen in den Einblendungen verzweifelt nach der Signatur von Maschek. Kein Wunder, verkündte doch Rudi Anschober, im Volksmund längst Angstschober genannt, dass man nun wieder ins Puff gehen dürfe – aber nur ohne Gruppensex und am liebsten von hinten und mit Maske. Dabei glaubt sich der Grüne auszukennen, obwohl so viel Fleisch im Spiel ist.

SPÖ stiehlt restlicher Opposition die Show

Inmitten all dieses Laientheaters friert nicht einmal die Hölle zu, wenn Info-DIREKT freiwillig die SPÖ zitiert. Trotz feinster Puppenspiel-Rhetorik macht diese Partei aktuell das, was jetzt dringend notwendig ist: Das Problem ansprechen. Die Sorgen und Nöte der Menschen ernst nehmen. Sie dort abholen, wo sie stehen. Vielleicht kommt der eine oder andere patriotische Held ja auch noch dahinter, was wirklich die Themen des Tages sind.

Ob Stelzer das Krisenmanagement wirklich im Griff hat, daran zweifeln wir bei Info-DIREKT inzwischen auch. Die Optik wird auch dadurch nicht besser, dass offenbar eng mit der ÖVP verbundene Personen an der Corona-Krise aberwitzig viel Geld verdienen. Auch hier kommen die Recherchen und Impulse samt und sonders aus der Ecke der Sozialisten. Das muss man einerseits respektieren, andererseits könnte man sich aber auch in den Hintern beißen.

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Das sind schon brutale Inhalte. Wir betonen deshalb, dass wir sie uns nicht zu eigen machen und keine Bewertung ihrer Richtigkeit abgeben. Fest steht, dass man im sozialistischen Medium „Kontrast“ eine Wunde bei der ÖVP aufgerissen hat um jeden Tag aufs Neue mit dem Finger hineinzudrücken und fleißig umzudrehen.

In Oberösterreich ist alles in Ordnung

Bitte setzen Sie nun alle wieder die Masken auf und gehen Sie weiter. Es gibt wirklich nichts, aber auch gar nichts zu sehen. Und erinnern Sie Sich beim Tragen Ihrer Maske daran: es gibt auch nichts zu sagen.

TikTok-Sketch

Dieser TikTok-Kommentar von Michael Scharfmüller hat mit den Vorgängen in Oberösterreich freilich nichts zu tun:

@infodirekt

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♬ Originalton – infodirekt

 

Abowerbung, Ausgabe 32