Moria: Asylwerber trotz neuem Luxus-Lager unzufrieden

Die griechische Armee stellte innerhalb kürzester Zeit ein winterfestes Lager zur Verfügung.
Luftbild: Facebook; Person im Vordergrund: Freepik / luis_molinero

Das passt der Mainstream-Presse nicht ins Bild: Nur eine Woche nachdem die Bewohner des Asyllagers Moria auf der Insel Lesbos ihre Zelte verbrannt haben, stampfte die griechische Armee bei Kara Tepe ein neues, winterfestes Lager aus dem Boden. Etablierte Medien berichten inzwischen lieber von Obdachlosen oder von skandalösen Zuständen im neuen Lager – doch stimmt das wirklich?

Ein Kommentar von Michael Mayrhofer

Angeblich müssten die so genannten Flüchtlinge nun auf einem Armeegelände hausen, wo kurz zuvor noch nach Minen gesucht wurde. Wie glaubwürdig diese Geschichte ist, kann nicht ohne weiteres festgestellt werden. Nachdem Griechenland aber seit Jahren massive finanzielle und personelle Nachteile auf sich nimmt, um zehntausende illegale Immigrationswillige zu versorgen, erscheint eine solche Denunziation eher ungerecht zu sein. 

Gestellte Bilder voller Drama und Elend

Vielmehr entsteht der Eindruck, die etablierten Medienhäuser wären beleidigt, da ihnen die Foto-Motive obdachloser Menschen ausgehen, mit denen man so schön auf die Tränendrüsen drücken kann. Tatsächlich sieht das neu errichtete Lager präzise geplant, gut strukturiert und in jeden Fall für viele Monate nutzbar aus. Die Mainstream-Medien berufen sich auf ein Video der deutschen Pausenclowns Joko und Klaas, die ausgewählte illegale Migranten interviewt haben, um ein Bild der Dramatik und des Jammers zu schaffen.  Darin wird wörtlich der Eindruck vermittelt, all diese Menschen würden nach Europa strömen, weil es hier Frieden und Gerechtigkeit gäbe. Beurteilen Sie selbst an der Zahl der bedauerlichen Einzelfälle, wie glaubwürdig diese Darstellung ist – auch wenn es sicherlich auch Migranten gibt, die ein friedliches, arbeitsreiches neues Leben im Sinn haben.

Moria-Krise für Asylminister beendet

Der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis erklärte die Moria-Krise jedenfalls als beendet. Das neue Flüchtlingslager sei fertiggestellt und biete 10.000 Asylwerbern Platz. Die Differenz zu den 12.000 in Moria untergebrachten Asylwerbern wird damit erklärt, dass viele Personen einfach untergetaucht sind und auf eigene Faust versuchen, vor allem Deutschland zu erreichen. Deutsche Medien erklären das mit „Angst“ vor dem neuen Lager. Jedenfalls wurden mindestens 2.000 Personen von den griechischen Behörden bislang nicht wieder gefunden. Wer die Corona-Krise für eine gefährliche Pandemie hält, muss jetzt ganz stark sein. Denn im Lager Moria wurden 213 Personen positiv auf das neue Coronavirus getestet. 174 davon sind im neuen Lager Kara Tepe erschienen. Sie wurden isoliert. Über den Aufenthaltsort der anderen ist nichts bekannt.

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