Schnedlitz trotzt Gegenwind: Lassen uns Distanzierungen nicht vorschreiben

Schnedlitz trotzt Gegenwind: Lassen uns Distanzierungen nicht vorschreiben
Bilder: FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz: Info-DIREKT

Ein Info-DIREKT-Interview sorgt bei Gutmenschen wieder einmal für Empörung. Grund dafür ist, dass FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz der Distanziererei eine Absage erteilt hat. Dafür wird er nun scharf angegriffen. (Video am Ende des Beitrags)

Konkret sagte er im Gespräch mit Info-DIREKT:

„Wir haben unter Strache den Fehler gemacht, dass wir geglaubt haben (…) wir müssen uns auf Zuruf von Sebastian Kurz distanzieren. Mit dieser Distanziererei ist es jetzt aber definitiv vorbei!“

Die Begeisterung darüber war vor allem bei enttäuschten FPÖ-Wählern groß, die sich von der Partei mehr Selbstbewusstsein erwarten. Info-DIREKT erhielt auch zahlreiche Zuschriften von FPÖ-Funktionären, die in Schnedlitz Stellungnahme einen wirklichen Neubeginn sehen.


Listige Mainstream-Medien

Schnedlitz klare Ansagen im Interview sorgten jedoch nicht nur für Begeisterung. Speziell bei den etablierten Medien zeigte man sich über die Haltung des freiheitlichen Generalsekretärs erbost. Schlussendlich wurde sogar verbreitet, dass Schnedlitz nur eine Distanzierung von RFJ-Funktionär Roman Möseneder ablehne – was jedoch nicht stimmt.

Auf telefonische Nachfrage von Info-DIREKT stellt Michael Schnedlitz nochmals klar:

„Ich habe heute viel gelesen, was ich nicht gesagt habe. Was ich jedoch gesagt habe, nämlich dass wir uns sicher nicht von den Medien oder gar der ÖVP irgendwelche Distanzierungen vorschreiben lassen, dazu stehe ich. Das gilt für Roman Möseneder und auch für andere Bürger, die sich am Boden des Rechtstaates bewegen, ganz generell. Es gilt für alle Personen, die mit demokratischen und rechtsstaatlichen Mitteln versuchen, unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat zu verteidigen – und damit unser Österreich als Heimat, wie wir sie alle kennen und lieben. Die Meinungsdiktatur geht aber mittlerweile weit über politische Richtungsfragen hinaus. Und auch hier stehen wir voll und ganz hinter den Bürgern.“

Schnedlitz erklärt dazu, dass gerade in der Corona-Krise verstärkt versucht werde, legitime Meinungen zu kriminalisieren und kritisch denkende Menschen aus moralischer Selbstüberhöhung heraus, analog zu politisch Andersdenkenden, als „Covidioten“ abzustempeln. Für eine Demokratie sei eine solche Diskurs-Verengung jedoch gefährlich. Und wörtlich:

„Bei diesem Teile-und-Herrsche-Spiel habe ich noch nie mitgespielt und werde ich auch nie mitspielen.“

Keine Doppelfunktionäre

Der Beschluss der FPÖ, dass man nicht Mitglied in der „Identitären Bewegung“ sein könne und gleichzeitig Funktionär in der „FPÖ“, bleibe jedoch aufrecht – was auch von der „Identitären Bewegung“ begrüßt wird.

Info-DIREKT-Interviews regen auf

Das Gespräch mit Michael Schnedlitz ist nicht das erste Interview, das in den Medien heiß diskutiert wird. Für ähnlich viel Wirbel sorgten im Jahr zuvor die Interviews mit August Wöginger (ÖVP) und Georg Dornauer (SPÖ). Das kurze Gespräch mit ÖVP-Chef Sebastian Kurz blieb hingegen fast unerwähnt.

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