Sicherheitsexperte: Bleibt friedlich – Gewalt ist kontraproduktiv!

Sicherheitsexperte Thomas Schaurecker: Bleibt friedlich - Gewalt ist kontraproduktiv!
Bild Sicherheitsexperte Thomas Schaurecker: "Wir sind die zweite Welle"; Bild Polizeikette und Bildkomposition: Info-DIREKT

Thomas Schaurecker gilt als Sicherheitsexperte der Corona-Maßnahmenkritiker in Österreich. Er selbst sieht sich als Friedensbote. Info-DIREKT hat mit ihm darüber gesprochen, weshalb es unbedingt wichtig ist, friedlich zu bleiben.

Info-DIREKT: Herr Schaurecker, weshalb ist es Ihnen so wichtig, dass Demonstrationen friedlich bleiben?

Thomas Schaurecker: Weil ich davon überzeugt bin, dass uns nur friedliche Demonstrationen in unseren Zielen weiterbringen können. Wir brauchen viele, viele Menschen auf der Straße. Bei nicht-friedlichen Demonstrationen oder wenn die Gewalt eskaliert, gehen die Menschen gar nicht mehr auf die Straße. Gewalt würde also genau das Gegenteil von dem bewirken, was wir wollen. Wir können es friedlich schaffen, wenn wir immer mehr werden. Je mehr Leute wir werden, desto höher wird der Druck und desto mehr Ziele werden wir erreichen. Der Erfolg ist jetzt schon glasklar ersichtlich. Gewalt ist überhaupt nicht notwendig, sondern kontraproduktiv.

Info-DIREKT: Manche Demonstranten sind der Meinung, dass man aus Polizeikesseln ausbrechen sollte, um zu zeigen, dass man sich nicht alles gefallen lässt. Wie sehen Sie das?

Schaurecker: Grundsätzlich sollte man im Vorfeld einiges tun, damit es zu keiner Einkesselung kommt. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der Polizei in Salzburg – da gibt es eine wunderbare Zusammenarbeit zwischen den eingesetzten Kräften und Vertretern von uns. Da würde es niemals zu einer Einkesselung kommen, weil es ein gemeinsames Ziel gibt – nämlich dass die Demonstration friedlich abläuft.


Info-DIREKT: In Innsbruck sind Sie daneben gestanden, wie die Polizei sehr brutal gegen einen 82-jährigen „Spaziergänger“ vorgegangen ist. Wie gelingt es einem in solchen Situationen ruhig zu bleiben?

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Info-DIREKT: Was kann man machen, wenn Polizisten und Demonstranten aneinander geraten?

Schaurecker: Ketten bilden. Was sich bewährt hat, ist eine Kette vor der Polizei zu bilden. Allerdings mit gebührendem Abstand und mit den Rücken zu den Polizisten. Dadurch fühlen sie sich nicht bedroht. Die Beamten stehen dann einer friedlichen Menge direkt gegenüber. Dadurch können sie nicht angegriffen werden und greifen auch selbst nicht mehr an – und das Ganze kann sich wieder beruhigen.

Info-DIREKT: Und das klappt?

Schaurecker: In Wien ist es mir am 31. Jänner so gelungen ca. zehn Mal zu deeskalieren – wie auch auf einigen Videos zu sehen. Zudem kann man „Wir sind friedlich“ skandieren. Das sind Dinge, die ein bisschen etwas bewirken. Es wird aber – und das muss man zugeben – immer schwieriger, weil die Leute aufgrund der Auswirkungen des Lockdowns immer aggressiver werden. Immer mehr Menschen sind verzweifelt und haben keine Perspektive mehr. Dazu kommt, dass man sich nicht mehr unter einander austauschen kann. Bei mir war das früher so, wenn mich etwas genervt hat, habe ich mich mit Freunden getroffen, bin etwas Trinken gegangen und habe so meine „Festplatte neu formatiert“, oder habe Sport betrieben. All diese Dinge, die im Vorfeld sehr deeskalierend wirken, sind verboten worden – das kann sich dann bei einer Demo ganz, ganz stark entladen.

Info-DIREKT: Was halten Sie von „Gefangenenbefreiungen“ bei Demos?

Schaurecker: Nichts. Was wäre denn, wenn so eine Befreiung gelingen würde? Die Polizei kann sich das nicht gefallen lassen. Die würde im nächsten Moment Spezialkräfte sammeln, die Knüppel ziehen und massiv auf Demonstranten losgehen. Wenn sich die Demonstranten dann auch noch wehren, entstehen Situationen, wo man nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll – das kann nicht das Ziel sein.

Info-DIREKT: Glauben Sie, ist das teilweise Ziel der Polizeiführung?

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Info-DIREKT: Was kann man tun, wenn einen die Polizei selbst plötzlich grundlos aus der Menge greift?

Schaurecker: Ich würde mich niemals wehren, sondern sofort signalisieren, dass ich freiwillig mitkomme. Dabei würde ich laut und deutlich kommunizieren, dass ich friedlich bin. Wenn man etwas Glück hat, wird das von jemandem gefilmt und man hat dann klare Beweise, wenn die Polizei nicht verhältnismäßig oder willkürlich vorgeht.

Info-DIREKT: Darf man Amtshandlungen filmen?

Schaurecker: Natürlich, das ist rechtlich gedeckt.

Thomas Schaurecker im Einsatz

In diesem Video sieht man wie Schaurecker die aufgebrachten Demonstranten immer wieder beruhigt (Video startet automatisch bei Minute 16:40):

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