Hackerangriff auf US-Pipeline: Panik, Hamsterkäufe und Millionenschaden

Bild: Fernsehgerät an Betonwand: Freepik @vanitjan; Fernsehbild: CBS-News

Unbekannte Hacker haben die Verletzlichkeit wichtiger amerikanischer Infrastruktur unter Beweis gestellt. In Folge des Angriffs auf eine Pipeline kommt es zu langen Warteschlangen an Tankstellen, Treibstoffknappheit, Hamsterkäufen – und einem Schaden von vielen Millionen Dollar. Genau solche Angriffe sind das Thema der diesjährigen Konferenz des Weltwirtschaftsforums unter dem Titel „Cyber Polygon“ (Info-DIREKT berichtete).

Ein Kommentar von Michael Mayrhofer

Um den 8. Mai 2021 attackierten Hacker die größte Öl-Pipeline der USA. Unmittelbar danach musste die 9.000 km lange Anlage stillgelegt werden. Die Hackergruppe nennt sich DarkSide und behauptet: es geht nur um Geld. Mittlerweile hat der Betreiber der Pipeline, Colonial, klein beigegeben und 5 Millionen US-Dollar überwiesen. Ob damit der Betrieb wieder aufgenommen werden kann ist fraglich.


Die Attacke wurde nach dem Muster eines „Ransomware-Angriffs“ durchgeführt. Man drang in ungesicherte Computersysteme ein, kopierte und verschlüsselte die Inhalte der Festplatten und forderte ein „Lösegeld“ um die Funktion wieder herzustellen und die gestohlenen Daten nicht an die Öffentlichkeit weiterzugeben.

In Folge des Zwischenfalls mussten vier US-Bundesstaaten den regionalen Notstand ausrufen. An Flughäfen und Tankstellen kam es zu Treibstoffknappheit. Zunächst  machte die Bevölkerung Hamsterkäufe, was die Problematik zusätzlich verschärfte.

Der Hackerangriff zeigt auch, wie verletzlich moderne, globalistisch vernetzte Gesellschaften gegenüber relativ kleinen Attacken an kritischen Stellen sind. Eine in ihren Dimensionen vergleichbare Katastrophe war die mehrtägige Sperre des Suezkanals durch ein quer stehendes amerikanisches Containerschiff. Aufgrund globalisierter Produktionsketten führte dieser Vorfall zu einer Reihe von Ausfällen, die bis heute nicht vollständig kompensiert werden konnten.

Besonders gruselig ist der Umstand, dass die Betreiber hinter dem „Great Reset“, das Weltwirtschaftsforum unter Klaus Schwab, solche Hackerangriffe auf die westliche Industrienationen in diesem Jahr zum Thema ihrer Konferenz „Cyber Polygon“ gemacht haben. Das WEF hatte kurz vor Ausbruch der Corona-Krise eine Konferenz abgehalten, bei der die Auswirkungen einer Corona-Pandemie auf die Welt durchgespielt wurden.

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