Wladimir Putins „SPIEF“ als Gegengewicht zu Klaus Schwabs „WEF“

Wladimir Putins "SPIEF" als Gegengewicht zu Klaus Schwabs "WEF"
Bild Wladimir Putin: SPIEF; Bild Klaus Schwab: Von Copyright World Economic Forum (www.weforum.org) swiss-image.ch/Photo by Remy Steinegger - https://www.flickr.com/photos/worldeconomicforum/2296517249/, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3776817; Bildkomposition: Info-DIREKT

Das diesjährige internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg („SPIEF“), das vom 2. bis zum 5. Juni in der russischen Ostseemetropole stattgefunden hat, kann vom Veranstalter als Erfolg verbucht werden.

von Adam B. Nowak

Allein die Zahlen sprechen für sich selbst: 13.000 Teilnehmer aus 140 Ländern, 800 Geschäftsabschlüsse im Gesamtwert von etwa 42 Milliarden Euro. Dazu konnte sich St. Petersburg den 5.000 anwesenden Gästen (die anderen nahmen wegen der Corona-Beschränkungen via Internet aus der Ferne teil) von seiner Schokoladenseite präsentieren. Auf dem berühmten Palastplatz der alten Zarenstadt fand ein großes Konzert statt, das über 20.000 Menschen anlockte, insgesamt gab es 30 Sport- und Kulturveranstaltungen im Rahmen des Forums.


Kalter Krieg 2.0

Beim diesjährigen Wirtschaftsforum ging es den Veranstaltern nicht zuletzt darum, auch ein Zeichen zu setzen – was ihnen zweifelsohne gelungen ist. Politisch schießt sich der Westen gerade wieder auf die Russische Föderation ein, das deutsch-russische Energieprojekt „Nord Stream 2“ befindet sich unter US-amerikanischer Dauerattacke. Nicht wenige Journalisten und Politiker in der EU und den USA sprechen von gar einer Wiederkehr des „Kalten Krieges“.

Trotz Sanktionen großes Interesse

Gleichzeitig zeigt das St. Petersburger Forum allerdings, dass die westliche Wirtschaft derzeit wenig an einer politischen Krise interessiert ist. Russlands Präsident Wladimir Putin betonte, dass die meisten anwesenden Wirtschaftsvertreter aus den USA kommen, trotz Sanktionen und Gegensanktionen.

Gegengewicht zu „Great Reset“-Prediger Schwab

Viele Besucher sehen im diesjährigen St. Petersburger Forum auch den erfolgreichen Versuch, dem „Great Reset“-Prediger Klaus Schwab und seinem Weltwirtschaftsforum („WEF“) in Davos (Schweiz) ein Modell entgegenzusetzen, mit dem man nicht etwa auf „liberale Welt-Gleichschaltung“ setzt, sondern auf die multipolare Weltordnung. In anderen Worten: Man respektiert Unterschiede und versucht diese nicht mittels globaler Regeln einzuebnen.

Bedeutungszuwachs für Blogger-Szene

Dafür spricht auch, dass sich in St. Petersburg beispielsweise Blogger und Influencer trafen, die in Russland ungleich populärer sind als derzeit noch in Europa. Die Meinungsmacht der großen Internetplattformen wie YoutTube und Alternativen hierzu werden in Zukunft auch in Russland eine immer wichtigere Rolle spielen.

Hier die Rede von Wladimir Putin in St. Petersburg:

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