Mainstream-Schande: Fake-Katastrophenhelfer in Bad Münstereifel

Bild: Collage durch Info-DIREKT; Screenshots aus Twitter

Ein weiteres Mal wurde der Mainstream bei einem höchst kreativen Umgang mit der Wahrheit erwischt. Nachdem der Vorfall eine Verhöhnung der Opfer der Flutkatastrophe in Deutschland darstellt, bleibt einem das Lachen aber im Hals stecken. Eine Redakteurin von RTL beschmierte sich mit Schlamm, um sich vor laufender Kamera als Helferin zu inszenieren.

Ein Kommentar von Michael Mayrhofer

Auf Instagram und in diversen miteinander verbundenen Medien inszenierte Susanna Ohlen sich als Helferin. Schon zwei Tage würde sie vor Ort schuften. (Im Archiv gesicherter Link.) Nachfolgendes Video zeigt, dass die Wahrheit mit dieser Selbstdarstellung eventuell nicht ganz getroffen wurde. Zu sehen ist ein Medienteam, das sich offenbar auf eine Sendung vorbereitet. Eine Dame, sie trägt Arbeitshandschuhe, wühlt im Schlamm und schmiert sich diesen ins Gesicht.


Der Link zur Berichterstattung auf RTL wurde nach Bekanntwerden des Skandals eilig gelöscht. Hier findet sich noch der Rest des Artikels. Auch von VOX ist der Beitrag inzwischen verschwunden (ursprünglich dieser Link).

Bild: Flipboard / Telegram

Die bekannte Moderatorin, die unter anderem auch die Sendung „Guten Morgen Deutschland“ präsentierte, berichtete nach der Schlamm-Einreibung wie folgt:

Mittlerweile zeigt der Mainstream so etwas wie Zerknirschung. Laut Berichten von DWDL, Abendzeitung-München, RND und anderen wurde die Redakteurin beurlaubt. Auch die TZ berichtet ausführlich über den Sachverhalt. Dort findet sich auch noch diese aussagekräftigen Zitate der RTL-Frontfrau:

Mittendrin ist auch ein bekanntes Gesicht: die „Guten Morgen Deutschland“-Reporterin Susanna Ohlen. Sie ist gleich aus zwei Gründen hier: als Berichterstatterin für die RTL-Morgensendung und als Helferin. (…) Laut ihr ist es ist schon ihr zweiter Tag in Bad Münstereifel. „Wir suchen jetzt hier die Pflastersteine raus von der Altstadt“, erklärt sie.

Die Moderatorin trifft das Schicksal der Stadt auch deswegen besonders, weil sie einen persönlichen Bezug zu dem Ort hat, wie sie preisgibt: „Mich trifft das auch noch einmal eine Spur intensiver, weil wir haben ein Ferienhaus hier, zwei Kilometer entfernt, da ist Gott sei Dank nichts, aber natürlich, hier stehen die Menschen zusammen, man hilft sich gegenseitig.“

RTL kommentierte das Aufdecken des Fakes auf Twitter mit nachfolgenden Worten:

Doch das Verhalten von Frau Ohlen scheint kein Einzelfall zu sein. Erst gestern wurde der Fall einer WDR-Journalistin bekannt, welche vor Ort im Unglücksgebiet deklarierte: „Heute in einer Woche sitze ich in Südfrankreich auf meiner Dachterrasse – Blick am Hang, das ist mega!“. Das zeigt sehr gut, wie nahe den zwangsgebührenfinanzierten Medien und ihren „Journalisten“ das Leid der Menschen vor Ort wirklich geht – gar nicht. Das dürfte sich in etwa mit dem zu beobachtenden Engagement der deutschen Bundesregierung decken.

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