Geimpft wird vom Turbobier-Sänger: SPÖ-Stadtrat will Jugend „einspritzen“

Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) mit dem Musiker "Marco Pogo"
Bild: Gesundheitsstadtrat Peter Hacker mit Musiker "Marco Pogo", Foto Pogo's Empire/Siegfried Leitner von OTS zur redaktionellen Nutzung

Vielleicht würde das obenstehende Titelbild nicht unbedingt jeden Menschen motivieren, einen experimentellen genetischen Eingriff an ihrem Körper machen zu lassen. Die Wiener SPÖ sieht dies offenbar anders. Gesundheitsstadtrat Hacker (links) lädt gemeinsam mit dem Musiker „Marco Pogo“ von der Band „Turbobier“ zum „Impfturbo“. Der Frontman will die Besucher in der Arena Wien persönlich impfen – denn im Hauptberuf ist er Arzt. 

Ein Kommentar von Michael Mayrhofer

Der „Impfturbo“ soll am 14. August in der Arena Wien stattfinden. Zu einem Open Air Konzert der Punk/Rockband Turbobier wird eine Impfstraße der Stadt Wien eingerichtet. Dort will der Frontman der Band alle Impfwilligen persönlich durchimpfen, bevor er auf der Bühne auftritt. Zitat des Arztes laut Presseaussendung: „I mågs eigspritzt“. Stadtrat Peter Hacker dazu:


Unser Motto des Sommers zum Impfen lautet ‚hin zu den Menschen‘. Deswegen stellten wir auch sehr gerne ein Impfteam für diese tolle Aktion zur Verfügung. Wäre ich nicht schon geimpft, dann hätte ich mich jedenfalls von einem Rock `n` Roll-Doktor impfen lassen.

Wie bei zahlreichen anderen Impfangeboten, die aktuell mit „niedriger Hemmschwelle“ eingerichtet werden, ist keine Anmeldung nötig. Betont wird zudem, dass auch kein Kauf eines Konzerttickets nötig ist. Man könne auch nur für die Impfung in die Arena Wien kommen. Beworben wurde die Aktion auch in Sozialen Medien, beispielsweise Twitter (unten) oder auf Facebook.

Nicht jeder Anwender zeigte sich begeistert. Monika P. formulierte dies auf Facebook so:

So PEINLICH, die Stadt Wien mit ihren permanenten NÖTIGUNGEN! Solche Aktionen sind wahrlich zum FREMD-SCHÄMEN! – Wenn unsere Jungen – und die sind damit wohl angesprochen – so „mündig“ und „vernünftig“ sind, wie immer (fälschlicherweise?) behauptet wird, dann werden die WILLIGEN schon eine Möglichkeit für eine Impfung gefunden haben! Für den Rest gilt: WER NICHT WILL, DER HAT SCHON …

Vor Alkohol wird gewarnt, von Nebenwirkungen nicht

Spannend sind auch die „Sicherheitshinweise“ in der Presseaussendung. So heißt es dort: „Alle Impfwilligen (…) werden dort mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft, Personen von 12 bis 17 Jahren mit dem Impfstoff von Pfizer. Mitzubringen ist lediglich ein Personalausweis und die e-card„. Hinsichtlich eventueller Nebenwirkungen wird kurz und knapp angemerkt:

Es wird darauf hingewiesen, dass es in Kombination mit Alkohol zu Wechselwirkungen kommen kann.

Kein Hinweis auf Einverständnis der Eltern bei Minderjährigen

Ohne Alkohol sei die Impfung laut Politikermeinungen bekanntlich völlig sicher und absolut notwendig, damit man der Bevölkerung ihre Grundrechte wieder zugestehen kann. Eine von Pfizer selbst durchgeführte Studie in den USA hat hingegen ergeben, dass 79 Prozent der geimpften Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren Nebenwirkungen bis starke Nebenwirkungen entwickelten. Darauf wies allerdings weder die Stadt Wien noch der Impfarzt in genannter Presseaussendung hin. Ebenso fehlt der Hinweis, dass für Kinder und Jugendliche eine Einverständniserklärung der Eltern zwingend notwendig ist. Weshalb die Impfung für eine Altersklasse dermaßen propagiert wird, in der es weltweit weniger Covid-Opfer (gegen Null) als Todesfälle durch Blitzschlag gab, bleibt weiterhin ungeklärt.

Weitere absurde Impfangebote

Wem es bei Turbobier noch nicht „lustig genug“ ist, findet gleich das nächste Angebot in der Stadtgemeinde Gleisdorf. Dort gibt es für Kinder und Jugendliche von 12 bis 25 Jahren zu jeder Impfung ein Gratismenü bei McDonalds dazu. Nicht alle Facebook-Nutzer, denen das Angebot unterbreitet wurde, fanden dieses auch angemessen. Die Gemeinde rechtfertigt sich damit, dass man ja „nur informieren wollte“. Helga P. machte jedenfalls ihrem Ärger mit nachfolgenden Worten Luft:

Gibt es inzwischen schon „Stichprämien“ für die Gemeinden? Anders kann ich mir solche Aktionen nicht erklären! Die Jugend ist definitiv nicht gefährdet und die gefährdete Altersklasse ist bereits geimpft! Wozu der ganze Schwachsinn?

Arzneimittelgesetz verbietet Laienwerbung

Laut Arzneimittelgesetz ist derartige Werbung für Impfungen eigentlich verboten: Nach § 51 Abs 1 Z 1 AMG dürfen rezeptpflichtige Arzneimittel nicht gegenüber Verbrauchern beworben werden. Eine Ausnahme gibt es für Gebietskörperschaften, ob diese hier und bei vielen anderen Impfwerbungen für Covid-19 erfüllt ist, müssten Juristen klären.

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