„Soros-Marionetten“ – Slowenischer Premier Janša urteilt über EU-Abgeordnete

Bild Janez Janša: Portraitaufnahme, Regierung Sloweniens,Kabinet predsednika vlade

Der Premierminister Sloweniens ist eine schillernde und polarisierende Persönlichkeit – und in seinen politischen Positionen oft sehr sympathisch. Nun schockiert er wieder einmal den Medien-Mainstream auf: Er warf den EU-Abgeordneten Vorgeingenommenheit gegenüber Slowenien vor. Konkret nannte er sie „Soros-Marionetten“.

Der vom linken Medien-Mainstream als unangreifbarer Wohltäter gefeierte Multimilliardär George Soros ist speziell im Osten Europas nicht überall sehr beliebt. In Ungarn könnte man ihn schon fast als Staatsfeind bezeichnen. Den slowenische Premierminister Janez Janša verbindet eine enge Freundschaft zu seinem ungarischen Amtskollegen Viktor Orbán – und offenbar hat man auch die eine oder andere weltanschauliche Gemeinsamkeit. 

Nüchterne Bestandsaufnahme von Fakten

Was die deutsche „Welt“ als „Eklat im Europaparlament“ bezeichnete wirkt auf patriotisch gesinnte Beobachter eher wie eine nüchterne Bestandsaufnahme der Tatsachen. Die EU hatte Mitglieder des Justizausschusses nach Slowenien geschickt, um sich von der Rechtsstaatlichkeit und Medienfreiheit ein Bild zu machen. Dies erzürnte Janša und er kommentierte auf Twitter:


Wer seid Ihr? Wie oft haben Sie einen deutschen Kanzler, einen niederländischen Premierminister oder einen französischen Präsidenten besucht? In den Niederlanden wurde übrigens der letzte Journalist in der #EU getötet. In Slowenien gab es solche Versuche nur während eines Regimes Ihrer Kameraden aus der Sozialistischen Partei.

Der Premierminister teilte zudem ein Bild das die Verflechtungen des Milliardärs mit zahlreichen EU-Abgeordneten zeigt. Dies wären die „Soros-Marionetten“ im Europäischen Parlament.

Stabile politische Haltung

Jansa kann sich Anfeindungen und Hass nicht von linksliberalen Medien und Politikern gewiss sein. Er scheint offen zur identitären Bewegung Sloweniens zu stehen oder hat zumindest keine Berührungsängste. Mehrfach teilte er deren Inhalte und auch eine Unterstützungserklärung für den österreichischen Identitären Martin Sellner. Er bezieht konsequent Stellung gegen den Kulturmarxismus, welcher die Europäische Union bedrohe. Den Geschichten vom Klimawandel steht er skeptisch gegenüber, den ehemaligen US-Präsidenten Trump respektiert er und slowenische Bürger sollen sich seiner Meinung nach mit Schusswaffen verteidigen dürfen. All diese Positionen stehen den Zersetzungsbemühungen des George Soros natürlich diametral gegenüber. Seine Partei ist die SDS (Slowenische Demokratische Partei), die als konservative Partei zur Europäischen Volkspartei gehört. Medien bezeichnen sie als „Rechts“.

Die merkwürdige Liebe der Linken zu George Soros

Soros ist durch Raubtierkapitalismus und Wetten gegen Staaten zu seinem unermesslichen Reichtum gekommen. Dennoch wird er von Linken verehrt. Dies liegt daran, dass viele von jenen, die angeblich gegen Staat, Ordnung und Kapitalismus auf die Straße gehen auf seinen Gehaltslisten stehen. Mit seinen vielfältigen NGOs verteilt er Geld an alle „zivilgesellschaftlichen“ Projekte, die ihm Nutzen bringen. Beispielsweise die „Faktenchecker“ von Correctiv, in der Praxis ein beinhartes linkslastiges Zensurinstitut, kann sich über Spenden der Open Society Foundation von George Soros freuen.

Soros-Leaks entlarvten voreingenommenheit zahlreicher Parlamentarier

Im Zuge der „Soros-Leaks“ wurden im Jahr 2016 zahlreich Schriftstücke aus dem Umfeld des Milliadärs ans Licht der Öffentlichkeit gebracht. Die Hofmedien berichteten nur kurz – was auch verständlich ist, wenn man bedenkt, dass hunderte von ihnen über das „Project Syndicate“ mit Soros verbunden sind und auf dieser Basis gerne einmal weltweit dieselben Texte publizieren. Dabei tauchte eine lange Namensliste von EU-Parlamentariern auf, welche George Soros als „zuverlässige Verbündete“ führt. Unter ihnen auffällig viele Politiker aus sozialistischen oder grünen Parteien – im Fall von Österreich auch die NEOS. Anmerkungen zu den einzelnen Personen behinhalteten Regie-Anweisungen wie: „kann aber für hochrangige Engagements im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Rechtsextremen, Zweiten Weltkrieg Gedenk-Veranstaltungen oder Bekämpfung von Antisemitismus zugänglich sein.“ Köstlich dabei: Die „Faktenchecker“ von Correctiv haben einen ausführlichen Text veröffentlicht, weshalb all diese Parlamentarier keine „Soros-Agenten“ wären. Wer’s glaubt. Janez Janša und Viktor Orbán gehören jedenfalls nicht dazu.

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