FPÖ-Oberösterreich verhinderte Corona-kritische Presseaussendung: Freiheitliche Arbeitnehmer irritiert

Freiheitliche Arbeitnehmer irritiert: FPÖ-Oberösterreich verhinderte Corona-kritische Presseaussendung
Bild Gerhard Knoll, Obmann der "Freiheitlichen Arbeitnehmer" in Oberösterreich: Info-DIREKT

Letzte Wochen wurden Gerüchte laut, dass die Landesgeschäftsstelle der FPÖ-Oberösterreich eine Presseaussendung der „Freiheitlichen Arbeitnehmer Oberösterreich“ mit ablehnender Haltung zur „3-G-Regel am Arbeitsplatz“ verhindert hatte. Info-DIREKT hat am Montag beim Obmann der „Freiheitlichen Arbeitnehmer Oberösterreich“, Gerhard Knoll, telefonisch nachgefragt, was an diesen Gerüchten stimmt und Erstaunliches erfahren:

Info-DIREKT: Herr Knoll, es gehen Gerüchte um, dass sich die „Freiheitlichen Arbeitnehmer“ gerne deutlicher gegen die 3G-Regel am Arbeitsplatz ausgesprochen hätten, dies aber von der FPÖ-Oberösterreich verhindert wurde. Stimmt das?

Gerhard Knoll: Als Arbeitnehmerorganisation ist es unsere Aufgabe, uns um die Interessen der Arbeitnehmer zu kümmern. Mit den jüngsten Maßnahmen der Bundesregierung wurde der Druck speziell auf jene Arbeitnehmer, die sich aus verschiedenen persönlichen Gründen nicht impfen lassen wollen, enorm erhöht. Neben einem Flugblatt waren auch weitere Aktivitäten geplant, die nicht alle wie ursprünglich geplant durchgeführt wurden. Ja, das hat innerhalb der „Freiheitlichen Arbeitnehmer“ für Irritationen geführt.

Info-DIREKT: Wir haben erfahren, dass unter anderem eine Presseaussendung verhindert wurde. Was ist in der Aussendung gestanden, dass die FPÖ-Oberösterreich dazu bewogen hat, diese Information für Journalisten zu blockieren?

Knoll: Im Wesentlichen wurde unser Flugblatt, wo wir uns gegen die Schikanen gegen einen ganz bestimmten Teil der arbeitenden Menschen an ihrem Arbeitsplatz aussprachen, in einem kurzen Text erläutert. Insbesondere die Rolle der SPÖ und Gewerkschaft als selbsternannte Arbeitnehmervertreter wurde da auch kritisiert, da sie bei 3G am Arbeitsplatz eine Zuschauerrolle eingenommen haben und die Arbeitnehmer im wahrsten Sinne des Wortes im `Stich lassen`.


Info-DIREKT: Mit derselben Position hat Manfred Haimbuchner ja im Wahlkampf noch auf Facebook geworben. Wie erklären sie sich den Sinneswandel?

Knoll: Ich kann für die „Freiheitlichen Arbeitnehmer“ sprechen. Wir waren, sind und werden auch künftig bei der versuchten Spaltung der Gesellschaft in gute Geimpfte und böse Ungeimpfte nicht mittun. Ursprünglich wurde den Menschen die Impfung als „Gamechanger“ verkauft und es wurde ihnen auch die vollständige Immunisierung suggeriert. Nun wissen wir, dass geimpfte Personen erstens an dem Virus erkranken können, angeblich mit milderem Verlauf, und zweitens den Virus auch verbreiten können. Bei der Verbreitung gibt es somit keinen Unterschied zwischen geimpften und nicht geimpften Menschen. Es ist daher nicht einzusehen, warum Maßnahmen ausschließlich auf ungeimpfte Menschen abzielen. Vor einer indirekten Impfpflicht, in diese Richtung gehen diese Maßnahmen, haben wir bereits vor einem Jahr gewarnt. Unsere Haltung ist somit nicht neu, sondern unterstreicht nur unsere Glaubwürdigkeit.

Info-DIREKT: Kann es sein, dass Landeshauptmann Thomas Stelzer mit dieser Linie nicht einverstanden ist?

Knoll: Das weiß ich nicht und spielt für mich auch keine Rolle, ich bin ja kein ÖVP Mitglied. Ich bin ganz bewusst Mitglied bei der FPÖ und Landesobmann der „Freiheitlichen Arbeitnehmer“ und vertrete folglich unsere Positionen für unsere Mitglieder und speziell als Arbeitnehmervertreter und Betriebsrat für die arbeitenden Menschen.

Info-DIREKT: Trotz des hohen Drucks von allen Seiten gegen Kritiker der Corona-Maßnahmen sprechen Sie diese Thematik trotzdem an. Weshalb?

Knoll: Es geht um Glaubwürdigkeit. Das erwarten die arbeitenden Menschen von uns, insbesondere wenn das Schweigen der anderen angeblichen Arbeitnehmervertreter sehr, sehr laut ist. Der Vorstand der „Freiheitlichen Arbeitnehmer“ lässt die arbeitenden Menschen jedenfalls nicht im Stich und wird die Positionen, die ja in Form von Resolutionen und Leitanträgen allseits bekannt sind, nicht über Bord werfen.

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