Am 16. März 2020 trat in Österreich der erste Corona-Lockdown in Kraft. Von einem Tag auf den anderen wurde das öffentliche Leben heruntergefahren und Grundrechte eingeschränkt. Sechs Jahre später ist klar: Die Corona-Maßnahmen richteten mehr Schaden als das Virus an.
Ein Gastkommentar von Nicolas Schott
Es war ein Montag, als die schwarz-grüne Bundesregierung das tat, was sie wenige Tage zuvor noch als Verschwörungstheorie abtat: Sie sperrte ein ganzes Land ein. Strenge Ausgangsbeschränkungen traten in Kraft. Die eigene Wohnung durfte nur noch für die Arbeit, für dringende Einkäufe, um anderen zu helfen oder für kurze Bewegung im Freien verlassen werden.
Geschäfte, Gastronomie, Kultur- und Sporteinrichtungen mussten schließen. Nur Supermärkte, Apotheken, Banken und einige wenige Einrichtungen blieben geöffnet. Schulen und Universitäten stellten auf Fernunterricht um, Kinder saßen plötzlich zu Hause statt im Klassenzimmer. Auch der öffentliche Raum veränderte sich drastisch: Spielplätze wurden gesperrt, Veranstaltungen abgesagt, Grenzen kontrolliert. Kurz darauf kam die Maskenpflicht - zuerst in Supermärkten, dann im öffentlichen Verkehr und teilweise sogar im Freien. Österreich erlebte einen Ausnahmezustand, wie ihn zuvor noch niemand erlebt hatte.
Die tiefen Spuren der Maßnahmen
Was damals als notwendig verkauft wurde, hinterließ tiefe Wunden. Besonders einschneidend waren die sozialen Folgen. Kinder wurden bewusst als Lebensgefährder gebrandmarkt. Alte Menschen waren über Monate von ihren Familien getrennt. Viele Senioren verbrachten ihre letzten Lebensmonate in Isolation - ohne die Hand eines Angehörigen halten zu können. Gleichzeitig mussten unzählige Betriebe schließen, ganze Branchen standen still. Das gesellschaftliche Leben kam beinahe vollständig zum Erliegen.
Mehr Schaden als Nutzen
Sechs Jahre später lässt sich die Bilanz ziehen: Die Corona-Maßnahmen haben im Nachhinein mehr Schaden angerichtet als Nutzen gebracht. Bei Kindern und Jugendlichen sieht man die Folgen bis heute - psychische Belastungen, Lernrückstände, soziale Probleme. Wirtschaftlich kämpfen viele Betriebe noch immer mit den Auswirkungen. Zudem ist der Staat ist völlig verschuldet. Trotzdem halten die damals Verantwortlichen an ihren Corona-Märchenerzählungen fest oder erklären die Sache für erledigt.
Die fehlende Aufarbeitung
Obwohl mittlerweile sechs Jahre vergangen sind, fehlt nach wie vor eine umfassende politische und gesellschaftliche Aufarbeitung. Kein Verantwortlicher hat sich für das verursachte Leid glaubhaft entschuldigt. Kein Gremium hat die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen ernsthaft untersucht. Die Fragen, die Millionen Österreicher umtreiben, bleiben unbeantwortet: Was ist damals wirklich passiert? Wer hat welche Entscheidungen getroffen - und auf welcher Grundlage? Und wer übernimmt Verantwortung für die Folgen dieser historischen Ausnahmesituation?
Sechs Jahre nach dem ersten Lockdown ist eines klar: Die Wunden sind nicht verheilt. Und sie werden es auch nicht, solange die Verantwortlichen sich weigern, ehrlich Rechenschaft abzulegen.
Über den Autor
Nicolas Schott ist verheirateter Familienvater, RTV-Chefredakteur und Moderator beim ersten patriotischen Radiosender Austria First.






