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Ist der AfD-Bundesvorstand nur gegen die eigene Jugend stark?

25. Februar 2026 / Deutschland

Ist der AfD-Bundesvorstand nur gegen die eigene Jugend stark?
Bild Kevin Dorow am von ihm organisierten "Tag des Vorfelds" in Norddeutschland: Info-DIREKT

Jetzt knirscht es schon wieder zwischen dem Bundesvorstand der AfD und der gerade erst neu gegründeten Parteijugend "Generation Deutschland" (GD). Grund dafür ist ein Parteiausschlussverfahren (PAV), das der Bundesvorstand (BuVo) gegen ein Mitglied im Bundesvorstand der „Generation Deutschland“ beschlossen hat. 

Ein Kommentar von Michael Scharfmüller

Die Rede ist von Kevin Dorow, der auch Beisitzer im Landesvorstand der AfD in Schleswig-Holstein ist. Seit Jahren bringt sich der junge Familienvater mit viel Einsatz, Mut und manchmal vielleicht auch mit etwas zu kantigen Botschaften in die Partei ein. Als Mann der klaren Worte und Organisator des „Tag des Vorfelds“ im Jahr 2024 zog er naturgemäß auch die Aufmerksamkeit von Antifa-Aktivisten mit und ohne Presseausweis auf sich. Seither wird jeder seiner Sätze von Haltungsjournalisten auf dem Seziertisch zerlegt, um ihm einen Strick daraus zu drehen.

In wenigen Fällen mag es „Experten“ gelungen sein, zumindest einen oberflächlichen Bezug zu Aussagen herzustellen, die so oder so ähnlich auch in der NS-Zeit getätigt wurden. Mehrfach stellte Dorow jedoch klar, dass seine Aussagen viel weiter in der Geschichte zurückgehen, beispielsweise auf die Wandervogel-Bewegung. Dies soll er auch gegenüber dem Bundesvorstand erklärt haben. Hier eine persönliche Video-Stellungnahme von Kevin Dorow für den Deutschland-Kurier: https://x.com/Deu_Kurier

Keine Info vom Bundesvorstand


Gestern erfuhr Dorow dann über eine Medienanfrage, dass der Bundesvorstand einstimmig – bei einer Enthaltung – ein Parteiausschlussverfahren (PAV) gegen ihn eingeleitet haben soll. Dies ist aus mehreren Gründen ein Skandal:
  • Womöglich hat der Bundesvorstand die Erzählungen und Einschätzungen politischer Gegner herangezogen, um ein PAV gegen Dorow zu beschließen.
  • Ein PAV ist die schärfste Sanktion, die der Bundesvorstand verhängen kann. Selbst wenn Dorow mit der einen oder anderen Aussage über die Stränge geschlagen hätte, ist fraglich, weshalb keine milderen Sanktionsmöglichkeiten gewählt wurden.
  • Es ist äußerst unkameradschaftlich, dass Dorow vom PAV über eine Medienanfrage erfahren musste und nicht von einem Mitglied des Bundesvorstands informiert wurde.
  • Zudem ist es höchst unprofessionell, dass erneut interne Informationen aus dem Bundesvorstand frühzeitig an etablierte Medien gelangen.

Die Partei einigen anstatt spalten


Diese Vorgehensweise des Bundesvorstands zerrüttet das Vertrauen zwischen der Bundespartei und der neu gegründeten Jugend erneut. Die Landesverbände der „Generation Deutschland“ in Bayern und Schleswig-Holstein, der Jungeuropa-Verlag sowie der Deutschland-Kurier haben sich bereits solidarisch mit Dorow erklärt. Auch der AfD-Bundestagsabgeordnete Robert Teske spart auf X nicht mit Kritik an der Entscheidung des Bundesvorstands seiner Partei:
„Ein junger Familienvater, ein rechter Idealist, hat Fehler gemacht oder auch nicht: In jedem Fall gibt es andere Lösungen als ein PAV. Wenn der Eindruck entsteht, rechte Meinungen würden härter bestraft als Kriminelles, haben wir ein Problem.“

Keine Sanktionen für Quertreiber


Der Bundesvorstand scheint bei Parteiausschlussverfahren tatsächlich sehr einseitig vorzugehen. Zur Erinnerung: Als Maximilian Krah begann, aktiv gegen das eigene Lager zu schießen und den Begriff der Remigration zu kriminalisieren, verhielt sich der Bundesvorstand äußerst zurückhaltend. Auch als AfD-Bundestagsabgeordneter Rüdiger Lucassen wiederholt den AfD-Thüringen-Chef Björn Höcke angriff (hier und hier) und öffentlich Forderungen erhob, die nicht vom Parteiprogramm gedeckt sind, schwieg der Bundesvorstand. Und als der AfD-NRW-Chef die eigene Partei gegen die Angriffe zweier befreundeter Journalisten nicht verteidigte, sondern diese nickend zur Kenntnis nahm und die eigene Parteijugend als „schwarzen Block“ verunglimpfte, schwieg der Bundesvorstand ebenfalls (Quelle).

Distanzierungen liefern dem Gegner weitere Munition


Abgesehen davon bestätigte der Bundesvorstand mit dem PAV gegen Dorow die Vorwürfe der feindselig gesinnten Presse gegen ihn zumindest indirekt. Die AfD sorgt so selbst für bundesweit negative Schlagzeilen. Bei ntv ist beispielsweise zu lesen:
„Zu viele Nazi-Parolen: AfD will Vorstandsmitglied der neuen Jugendorganisation loswerden.“

Von der FPÖ lernen


Vielleicht sollten die vielen AfD-Politiker, die so gerne nach Wien reisen, um dort Fotos mit FPÖ-Politikern zu machen, sich etwas genauer ansehen, was die FPÖ so erfolgreich gemacht hat. Dazu zählt, dass man bei Angriffen von Außen zusammenhält, Kritik intern klärt, sich nicht an den politischen Gegner anbiedert und folgenden Satz beherzigt:
"Wer sich distanziert, verliert!"

Mehr dazu auch im aktuellen Magazin Info-DIREKT: https://www.info-direkt.eu/magazin/60

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