Der Fall "Marla-Svenja Liebich" schlug in den letzten Monaten hohe Wellen in der BRD. Gestern wurde Marla-Svenja verhaftet. Auch Österreich hat einen ähnlichen Fall – aus Walter wurde Waltraud.
Ein Kommentar von Karl Sternau
Sven Liebich ließ sich 2024 per Selbstbestimmungsgesetz als Frau eintragen und wollte seine Haftstrafe im Frauengefängnis antreten. Kurz vor dem Haftantritt floh Marla-Svenja allerdings und wurde erst gestern nach einem immensen Fahndungsaufwand festgenommen.
Fall „Waltraud“ in Österreich
Während in der BRD ist die Geschlechtsänderung mittlerweile sogar ohne psychologisches Gutachten möglich ist, ist das in Österreich noch Pflicht. Walter Piranty, der sich mittlerweile „Waltraud“ nennt, konnte das gewünschte Gutachten erbringen und war rund ein Jahr lang offiziell als Frau eingetragen. Sie selbst gab an, dass das Verfahren „ruckzuck“ vonstattengegangen. Hintergrund war wohl auch eine drohende Haftstrafe, die Waltraud in einem Frauengefängnis verbringen wollte.
Vorteile des neuen Geschlechts
Die österreichische Justiz lehnte eine Aufnahme ab und bot Waltraud an, die Strafe mittels Fußfessel im Freien abzusitzen. Sie lehnte das jedoch ab. Neben der vorübergehenden Freiheit hat die Geschlechtsumwandlung einen weiteren Vorteil: Waltraud darf vier Jahre früher in Rente gehen als als Mann. Jetzt hat das Amt Piranty wieder zum Mann erklärt, wogegen er Einspruch eingelegt hat. Was mit der ausstehenden Haftstrafe passiert ist offen.
Solche Fälle offenbaren Absurdität
Im Fall Marla-Svenja muss erst noch vor Gericht entschieden werden, welches Geschlecht Liebich nun hat. Er definiert sich mittlerweile als "non-binär". Marla-Svenja und Waltraud ist es gelungen, die Absurdität des Selbstbestimmungsgesetzes vom November 2024 einer breiten Öffentlichkeit aufzuzeigen. Kritiker hatten bereits im Vorfeld vor Missbrauch gewarnt. Statt über das Gesetz allgemein nachzudenken, zeigt der Staat seine Härte bei diesen beiden Einzelfällen. Eine gute Figur gibt man angesichts der tagtäglich sexuellen Gewalt durch Migranten in der BRD und Österreich nicht ab. Hier würde man sich mehr Härte wünschen.
Friedlicher Widerstand
Die Beispiele illustrieren sehr schön, wie man friedlich das System an seine Grenzen bringen kann. Dazu zählt zum einen die Öffentlichkeit, die beide Neu-Frauen durch die sozialen Medien selbst befeuerten. Beide stellten für ihre Haft außerdem noch weitere kuriose Bedingungen. So verlangte Marja-Svenja koscheres Essen, da sie zum Judentum konvertiert sei, und Waltraud wünschte sich ein Mehrbettzimmer im Frauengefängnis.






