Zu elf Jahren Info-DIREKT beantwortet Info-DIREKT-Chef Michael Scharfmüller das erste Mal seinem eigenen Magazin einige Fragen in einem relativ kritisch geführten Interview.
Auszug aus dem Magazin Info-DIREKT (60. Ausgabe), das jetzt kostenlos zu jedem Abo erhältlich ist.
Info-DIREKT: 2025 beging Info-DIREKT sein zehnjähriges Bestehen, wirklich mitbekommen hat man davon aber nichts. War das kein Grund zum Feiern?
Michael Scharfmüller: Ja, sicher wäre das ein Grund zum Feiern gewesen. Unsere kleine Redaktion ist aber mit dem alltäglichen Geschäft meist schon am Limit. Um uns selbst zu feiern, haben leider die zeitlichen Ressourcen gefehlt.
Info-DIREKT: Warum hast du Info-DIREKT gegründet?
Scharfmüller: Das war ich nicht, ich war nur dabei. Die Idee dazu kam von einem Freund. Ich habe es damals für eine Schnapsidee gehalten, in Zeiten, in denen viele Printmagazine ums Überleben kämpfen, ein eigenes zu gründen. Mitgemacht habe ich selbstverständlich trotzdem, dass wir dringend alternative Medien brauchen, war nämlich auch damals schon klar.
Info-DIREKT: Gut, dass ihr die Schnapsidee trotzdem umgesetzt habt, oder?
Scharfmüller: Ja, prinzipiell war das die richtige Entscheidung. Wobei wir auch Fehler gemacht haben.
Info-DIREKT: Welche zum Beispiel?
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Info-DIREKT: Die Finanzierung ist etwas, was etablierte Medien am meisten interessiert. Wie hat Info-DIREKT es in den mittlerweile elf Jahren seines Bestehens geschafft, über die Runden zu kommen?
Scharfmüller: In Wahrheit gar nicht: Wir sind weit davon entfernt, angemessene Löhne zahlen zu können. Es sind der sparsame Umgang mit Ressourcen, Menschen, die sich sehr günstig oder sogar ehrenamtlich einbringen, und treue Unterstützer, die es uns ermöglicht haben, den Betrieb über elf Jahre aufrechtzuerhalten. Die alte Weisheit „Geld, das man nicht ausgibt, muss man auch nicht verdienen“ ermöglicht uns zudem eine relativ hohe Unabhängigkeit, die wir für unsere freche Berichterstattung nutzen.
Info-DIREKT: Mehr möchtest du über die Finanzierung nicht verraten?
Scharfmüller: Die Finanzierung ist bei uns nicht anders als bei herkömmlichen Medien. Wir leben von Aboverkäufen, Einzelheftverkäufen und Einnahmen durch Inserate. Was bei uns jedoch hinzukommt, ist, dass wir keinen teuren Wasserkopf mitfinanzieren müssen, Spenden erhalten und sich Menschen ehrenamtlich bei uns einbringen.
Info-DIREKT: Kommen wir zum Magazin selbst. War es ein Fehler, Putin auf die erste Titelseite zu geben?
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Info-DIREKT: Woher kommt eigentlich der Name Info-DIREKT?
Scharfmüller: Es standen zwei Namen in engerer Auswahl: FRONTAL und DIREKT. Ich war für DIREKT, alle anderen für FRONTAL. Da es beide Namen schon sehr oft gab, haben wir uns dann auf „Info-DIREKT“ geeinigt. Darüber bin ich sehr froh, denn ein Projekt, das angriffig ist, braucht nicht auch noch einen brutal klingenden Namen. Info-DIREKT passt gut – wir schreiben schließlich relativ unverblümt und direkt, was Sache ist.
Info-DIREKT: Warum wurde der Untertitel „Das Magazin für eine freie Welt“ in „Das Magazin für Patrioten“ (seit Ausgabe 21) geändert?
Scharfmüller: Bei der Gründung wollten wir ein Querfrontmedium sein, was aber nie so richtig gelungen ist. Deshalb war ich sehr froh, dass die damalige Redaktion irgendwann doch zugestimmt hat, dass wir „Das Magazin für Patrioten“ sind.
Info-DIREKT: Welche Einwände gab es dagegen?
Scharfmüller: Einige waren der Meinung, dass wir damit potenzielle Leser ausschließen und zu sehr Farbe bekennen würden. Ich war und bin jedoch der Überzeugung, dass genau das notwendig ist. Wir müssen linken Medien nämlich nicht zeigen, wie objektiver Journalismus funktioniert – das würden sie auch selbst wissen. Die linke Schickeria hat schon lange verstanden, was liberal-konservativ-bürgerliche Politdarsteller noch immer nicht kapiert haben: Medien sind ein wichtiges Werkzeug im Ringen um Deutungshoheit, die man wiederum braucht, um den Alltagsverstand der Menschen von linken Wahnvorstellungen loszueisen.
Info-DIREKT: Ist das dann noch Journalismus oder doch schon Propaganda?
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Info-DIREKT: Was waren die größten Erfolge von Info-DIREKT?
Scharfmüller: Da gäbe es sicher einiges aufzuzählen. Pauschal würde ich jedoch sagen, dass es unser größter Erfolg war, dass wir dazu beigetragen haben, dem rechten Lager ein neues Selbstvertrauen einzuhauchen. Lange Zeit war es üblich, dass sich Rechte für alles, was sie tun oder unterlassen, vor ihren Gegnern rechtfertigten. Eigene Positionen wurden oft im vorauseilenden Gehorsam viel zu rasch aufgegeben oder zu passiv formuliert. Bei medialen oder gar gewalttätigen Angriffen politischer Gegner entschuldigte man sich regelrecht dafür, dass man überhaupt existiert, bat um Verständnis und suhlte sich in der Opferrolle. Das war hochpeinlich, unwürdig und unsexy.
Bei Info-DIREKT haben wir nicht nur ein selbstbewusstes Auftreten patriotischer Akteure und Parteien aktiv eingefordert, sondern die zahlreichen Angriffe auf uns auch genutzt, um zu zeigen, dass eine andere Art der Kommunikation nicht nur möglich, sondern auch zielführender ist. Der Spruch „Wer sich distanziert, verliert!“ stimmt eben.
Info-DIREKT: Da Info-DIREKT immer wieder auch Politiker patriotischer Parteien kritisiert, die sich nicht an dieses Motto halten, ist das Medienprojekt auch im eigenen Lager teilweise umstritten. Wie gehst du damit um?
Scharfmüller: Besser umstritten als bedeutungslos, würde ich sagen. Bei Info-DIREKT schreiben wir mit offenem Visier. Wenn wir etwas kritisieren, ist das sachlich gerechtfertigt und politisch notwendig. Wer mit sachlicher Kritik nicht umgehen kann, hat in der Politik aus meiner Sicht nichts verloren. Aus meiner Sicht geht es im Leben wie in der Politik nicht darum, allen zu gefallen. Mein Ziel ist es, den Besten zu gefallen – und das sind aufrechte Patrioten, die sich nicht an das bestehende System anbiedern, sondern selbstbewusst denken, fühlen und handeln. Was liberal-konservativ-bürgerliche Bremsklötze denken, kümmert mich wenig.
Info-DIREKT: Das klingt ja gut, aber hat es Info-DIREKT nicht ab und zu auch mal mit Kritik übertrieben?
Scharfmüller: An der einen oder anderen Stelle haben wir den Bogen der Kritik sicher auch überspannt. Politik und Medien sind ein Schauplatz persönlicher Eitelkeiten, da ist schnell mal jemand beleidigt oder man fühlt sich selbst gekränkt. Alle würden gut daran tun, das als Teil des Spiels zu betrachten. Außerdem heißen wir Info-DIREKT und nicht Info-SCHMEICHELWEICH.
Info-DIREKT: Info-DIREKT ist vor allem mit dem Spruch „Wer sich distanziert, verliert!“ bekannt geworden, oder?
Scharfmüller: Ja, das ist aber keine Erfindung unserer Redaktion. Von wem der Spruch in Wahrheit stammt, weiß ich nicht. Manche sagen, von Thor von Waldstein – keine Ahnung, ob das stimmt. Viel wichtiger ist aber, dass der Spruch unermüdlich weitergetrommelt wird, bis auch der letzte Depp kapiert: „Wer sich distanziert, verliert!“
Info-DIREKT: Linke „Experten“ behaupten sogar, dass Info-DIREKT mitverantwortlich dafür sei, dass die FPÖ ihre unnötigen Distanzierungen tatsächlich eingestellt hat.
Scharfmüller: Ich nehme das gerne wohlwollend zur Kenntnis und will Info-DIREKT selbst nicht kleinreden. Überbewerten darf man unsere Rolle in diesem Fall aber trotzdem nicht. Es stimmt sicher, dass wir das Bewusstsein innerhalb des eigenen Lagers hochgehalten haben, dass Distanzierungen aus mehreren Gründen sehr schädlich sind. Einem Herbert Kickl und einem Michael Schnedlitz wäre das aber auch ohne Info-DIREKT klar gewesen. Schließlich haben sie unter HC Strache und Norbert Hofer hautnah miterlebt, was passiert, wenn man sich von den eigenen Leuten unnötig und voreilig distanziert, während man sich zeitgleich an die ÖVP anbiedert.
Info-DIREKT: Apropos Norbert Hofer: Manche politische Beobachter meinen, dass Info-DIREKT zu dessen Rücktritt als Bundesparteichef der FPÖ beigetragen haben könnte. Wie siehst du das?
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Info-DIREKT: Ähnlich kritisch ist Info-DIREKT auch mit HC Strache umgegangen.
Scharfmüller: Ja, allerdings erst, als er auf dem Weg zum Vizekanzler begann, sich zu distanzieren und an das Establishment anzubiedern. Da mussten wir uns dann entscheiden: brav sein und hoffen, ab und zu vielleicht einmal ein Regierungsinserat zu bekommen, oder weiter den Weg gehen, für den uns unsere Leser unterstützen.
Info-DIREKT: Du hast dich für den zweiten Weg entschieden!
Scharfmüller: Naja, wir haben versucht, einen Spagat hinzubekommen, und wollten auf kritische, aber wohlwollende Berichterstattung setzen. Und zwar weniger in der Hoffnung auf Regierungsinserate, sondern in der Hoffnung, dass das patriotische Vorfeld die Strache-Regierungszeit irgendwie überlebt. Strache hat dann aber so viele Peinlichkeiten am laufenden Band geliefert, dass wir keine andere Wahl mehr hatten, als diesen Wahnsinn offen zu kritisieren.
Info-DIREKT: Was war damals die Konsequenz für Info-DIREKT?
Scharfmüller: Innerhalb der FPÖ wurden wir schon fast zum Paria, also zum Unberührbaren, erklärt. Erschwerend kam hinzu, dass auch andere Kampagnen gegen das patriotische Lager gefahren wurden. So wurden wahnwitzige Vorwürfe gegen Martin Sellner und die Identitären erhoben. Als wir als einziges Medium in Österreich den Mut hatten, auch diesen Wahnsinn aufzuzeigen, wurde es tatsächlich eng für uns. Zwei meiner Mitgesellschafter in der Info-DIREKT Verlags-GmbH mussten damals auf öffentliche Empfehlung von FPÖ-Oberösterreich-Chef Manfred Haimbuchner das Projekt verlassen. Auch zahlreiche weitere Weggefährten wandten sich damals ängstlich von Info-DIREKT ab und rieten mir, das Medium möglichst rasch einzustellen.
Info-DIREKT: Warum hast du dann trotzdem weitergemacht?
Scharfmüller: Weil es auch Menschen gab, die mir Mut zusprachen und ihre Hilfe anboten. Zudem war mir klar, dass wir Projekte wie Info-DIREKT genau dann brauchen, wenn andere schweigen und falschen Götzen trauen. Der wahre Wert von Projekten und von Menschen zeigt sich meist nicht an sonnigen Tagen, sondern erst bei heftigem Gegenwind.
Info-DIREKT: Wie ist Info-DIREKT aus dieser Situation wieder herausgekommen?
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Info-DIREKT: Was würdest du im Rückblick anders machen?
Scharfmüller: Da gibt es sicher einige Dinge. Ich werde auch in Zukunft Dinge falsch machen. Der größte Fehler wäre es aber, untätig zu sein. Wenn man etwas zum ersten Mal im Leben macht, darf man Dinge auch falsch machen – das muss man sich selbst und seinen Mitarbeitern zugestehen. Etwas überspitzt würde ich jedoch mit Felix Dahn sagen: „Und hätt‘ ich zu beraten, neu meine ganze Bahn, ich ließe meiner Taten, nicht eine ungetan.“
Info-DIREKT: Woher nimmst du die Kraft für die tägliche Arbeit?
Scharfmüller: Ich frage mich eher, woher jene Menschen die Kraft für ihr Leben nehmen, die nicht so eine tolle Möglichkeit haben, sich für Volk und Heimat einsetzen zu können, wie ich sie habe!
Info-DIREKT: Willst du sagen, das tägliche Beschäftigen mit Politik gibt dir Kraft?
Scharfmüller: Nein, Politik zerrt an den Kräften. Je näher man dran ist, desto kräfteraubender ist sie. Es ist der Glaube, etwas Positives leisten zu können, das einem höheren Zweck dient, und das Gefühl der Selbstwirksamkeit, die einem Kraft geben. Zudem sollte man sich nicht immer nur im Selbstmitleid baden. Unsere Völker sind tausende Jahre alt, andere in unserer Ahnenkette mussten viel mehr Mühe und Leid auf sich nehmen. Das sollte man sich in Erinnerung halten.
Info-DIREKT: In einem Podcast hast du dich einmal heftig dagegen gewehrt, als jemand gemeint hat, Info-DIREKT sei dein Baby, warum?
Scharfmüller: Weil es nicht stimmt. Info-DIREKT ist ein crossmediales Medienprojekt, in dem sicher viel Herzblut steckt. Info-DIREKT ist aber ein Mittel zum Zweck – nicht mehr und nicht weniger. Ich bin Vater von drei Kindern, ich weiß, was es bedeutet, wirkliche Babys zu haben.
Info-DIREKT: Was ist der Zweck von Info-DIREKT?
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Info-DIREKT: Was empfiehlst du jungen Menschen, die im Medienbereich aktiv werden möchten?
Scharfmüller: Vernetzt euch mit möglichst vielen Menschen. Bildet euch in den Themengebieten weiter, für die ihr euch interessiert. Lernt ein Gefühl für Sprache sowie den Umgang mit Fotoapparat und Videokamera. Übt, vor Menschen zu sprechen. Wartet nicht, bis euch alles in den Schoß fällt. Geht hinaus in die Welt – gerade im Medienbereich gibt es zahlreiche staatlich geförderte Kurse, die man günstig besuchen kann. Macht Praktika und Workshops, gerne auch bei linken Vereinen. Erhebt euch und werdet aktiv. Die Zukunft gehört uns Patrioten, sobald wir anfangen, an uns selbst zu glauben und unser Leben aktiv zu gestalten. Und falls es dann doch nicht klappt, können wir zumindest auf ein bewegtes Leben zurückblicken und hoffen, dass es unsere Enkel besser ausfechten.
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Über Michael Scharfmüller:
Michael Scharfmüller (geb. 1982 in Linz) war 2015 Gründungsmitglied des Magazins Info-DIREKT. Seit 2017 ist er Chefredakteur und seit 2019 alleiniger Eigentümer des Medienprojekts. Zuvor absolvierte er eine Ausbildung zum Malermeister, war als Mentaltrainer selbstständig und studierte einige Semester Kulturwissenschaften. Er tritt bei zahlreichen patriotischen Veranstaltungen als Redner sowie jeden Freitag als Polit-Kommentator beim Fernsehsender RTV auf. Scharfmüller ist Vater von drei Kindern. Seine Socialmedia-Kanäle: X, Instagram, Facebook






