Bei seinem Auftritt auf der CPAC (Conservative Political Action Conference) in Budapest hat FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl eine Grundsatzrede zur Zukunft des Kontinents gehalten. (Video-Aufzeichnung der Rede am Ende des Beitrags.)
Vor internationalem Publikum würdigte Kickl Ungarn als ein „Leuchtfeuer der Souveränität, der Sicherheit, des Mutes und der Tapferkeit“. Er betonte dabei die Rolle des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, der einen Weg jenseits der Brüsseler Vorgaben eingeschlagen habe, indem er Grenzen schütze und die nationale Identität bewahre.
Die Diagnose der aktuellen Lage
Kickl konstatierte in seiner Rede eine tiefgreifende Veränderung der politischen Landschaft in der westlichen Welt. Er zog Parallelen zum Ende des Kalten Krieges und sprach von einem neuen „Wind of Change“, der heute jedoch der Verteidigung der eigenen Zivilisation dienen müsse. Laut Kickl stehe Europa vor der Herausforderung, sich gegen eine Politik zu wehren, die den Kontinent von innen heraus zerstöre.
Besondere Kritik übte er an der aktuellen Migrationspolitik. Der FPÖ-Chef bezeichnete die Masseneinwanderung nach Europa nicht als Naturereignis, sondern als die „Umsetzung eines zerstörerischen Plans“. Ziel dieser Politik sei es, nationale Identitäten aufzulösen und den Multikulturalismus als Idealzustand zu verklären. Dem setzte Kickl die Bedeutung von Homogenität entgegen, die er als Grundlage jeder stabilen und sicheren Gesellschaft definierte:
„Ein Land hat eine Seele und diese Seele hat es als Gemeinschaft von Menschen mit einer gemeinsamen Geschichte, gemeinsamen Kultur und mit gemeinsamen Werten.“
Der Drei-Punkte-Plan für Europa
Um die von ihm beschriebene Fehlentwicklung zu stoppen, skizzierte Kickl drei wesentliche Säulen für eine politische Kehrtwende in Europa:
- Grenzschutz als Souveränitätsfrage: Europa müsse wieder lernen, seine Außengrenzen effektiv zu schützen. Wer dies nicht tue, nehme sich selbst nicht ernst.
- Reform des Asylwesens: Das Asylsystem müsse auf seinen ursprünglichen Kern reduziert werden. Dies bedeute „Schutz auf Zeit im nächstgelegenen sicheren Land“. Migration dürfe nicht unter dem Deckmantel des Asyls stattfinden.
- Kulturelles Selbstbewusstsein: Die europäischen Nationen müssten den Mut aufbringen, ihre eigene Kultur und ihre Werte „voller Stolz und voller Selbstbewusstsein“ zu verteidigen.
Kooperation souveräner Vaterländer
Abschließend betonte Kickl, dass sich die Zukunft Europas nicht in der Zentralisierung und Gleichschaltung durch Brüssel entscheide. Die Stärke des Kontinents liege vielmehr in der Stärke seiner einzelnen Nationen. Er plädierte für ein „Europa der Vaterländer“, in dem die Interessen der eigenen Bevölkerung an erster Stelle stehen. Der wachsende Zuspruch für patriotische Parteien in vielen europäischen Ländern sei ein Zeichen dafür, dass die „emotionale Verbindung“ zwischen den globalistischen Eliten und den Bürgern endgültig gerissen sei.
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CPAC
Die "Conservative Political Action Conference" (CPAC) ist eine der weltweit bedeutendsten Konferenzen für konservative und patriotische Politik. Ursprünglich in den USA entstanden, hat sie sich zu einer globalen Plattform vernetzt, auf der politische Akteure, Vordenker und Aktivisten zusammenkommen, um über Strategien zur Bewahrung nationaler Souveränität, traditioneller Werte und wirtschaftlicher Freiheit zu beraten. Die CPAC Hungary in Budapest gilt dabei als das zentrale Vernetzungstreffen der europäischen Rechten.






