Der „Standard“ fährt seit Wochen eine Kampagne gegen das patriotische Lager in Österreich. Seit einigen Tagen schießen sich die linken Meinungsmacher vor allem auf die Freiheitliche Jugend und die Aktion 451 ein. Nun meldeten sich beide Gruppen selbst zu Wort.
In einer ganzen Serie von Artikeln, Kommentaren, Videos, Postings und Podcasts berichtet der „Standard“ über angebliche rechtsextreme und antisemitische Äußerungen im Umfeld der Aktion 451. Dabei versucht er auch, Verbindungen zur Freiheitlichen Jugend (FJ) herzustellen. Die Aktion 451 weist die erhobenen Vorwürfe entschieden zurück und spricht von einer
„gezielt orchestrierten Medienkampagne“.
Aktion 451: Vorwürfe beruhen auf Hörensagen
Besonders scharf kritisiert die neurechte Studentengruppe die Quellenlage der Berichterstattung. Der „Standard“ stütze seine Vorwürfe auf angebliche Insiderinformationen, ohne Namen oder konkrete Beweise zu präsentieren:
„Die gesamte Recherche beruht auf Behauptungen und Hörensagen, ohne irgendwelche Beweise. Es werden keine Namen genannt, keine Anzeigen gestellt. Keiner weiß, um wen es sich handelt und worum es geht.“
Zurückgewiesen werden insbesondere Vorwürfe hinsichtlich NS-Aussagen, Gewaltverherrlichung, Holocaustleugnung und Frauenfeindlichkeit. Die Aktion 451 bezeichnet sich selbst als „junge, neurechte Studentengruppe“, die Lesekreise sowie Sport- und Vortragsveranstaltungen organisiert. Als dezidiert neurechte Gruppe grenze man sich
„klar von extremistischen Ideologien – so auch vom Nationalsozialismus – ab“.
Ziel des medialen Dauerfeuers: Spaltung und Distanzierung
Auch die vom „Standard“ thematisierten Verbindungen zwischen Aktion 451 und der FPÖ-Jugend seien übertrieben dargestellt. Beide seien „zwei völlig getrennt agierende und unabhängig voneinander organisierte Gruppen“. Geldflüsse von der FJ an die Aktion 451 habe es zu keinem Zeitpunkt gegeben.
Gleichzeitig macht die Studentengruppe kein Geheimnis daraus, dass ihre Veranstaltungen grundsätzlich für Menschen aus dem rechtskonservativen und patriotischen Spektrum offenstehen. Dazu zählten neben Freiheitlichen und patriotischen Aktivisten auch Burschenschafter sowie Mitglieder von CV-Verbindungen und der Jungen Volkspartei.
Generell sieht die Aktion 451 hinter der Berichterstattung den Versuch, verschiedene Organisationen des patriotischen Lagers nacheinander unter Druck zu setzen und dadurch letztlich die FPÖ „in die Falle der Spaltung und Distanzierung“ zu treiben.
FJ-Chef Weinzierl weist Vorwürfe zurück
Ähnlich äußert sich der Bundesobmann der Freiheitlichen Jugend und Nationalratsabgeordnete Maximilian Weinzierl. Anlass dafür ist auch eine von Jugendministerin Claudia Bauer (ÖVP) angekündigte Prüfung der Freiheitlichen Jugend.
Dieser sehe man „mit größter Gelassenheit“ entgegen, erklärte Weinzierl. Gleichzeitig wirft er Bauer vor, mit zweierlei Maß zu messen. Bei öffentlich bekannt gewordenen Chats aus der ÖVP-Schülerunion mit NS-verharmlosenden Inhalten sowie problematischen Postings in Chats der roten Gewerkschaftsjugend habe die Ministerin trotz medial dokumentierter Belege nicht entsprechend reagiert. Weinzierl wörtlich:
„Eine windige Fake-Recherche eines linken Mediums aber, die nur auf Behauptungen basiert, nimmt sie als Anlass für eine Prüfung der FJ.“
Weinzierl fordert Prüfung linker Jugendorganisationen
Der FJ-Chef fordert die Ministerin deshalb auf, auch Verbindungen zwischen SPÖ-Jugendorganisationen und der Antifa unter die Lupe zu nehmen. Während die Freiheitliche Jugend finanzielle Unterstützung oder sonstige Geldflüsse an die Aktion 451 oder die Identitäre Bewegung ausschließen könne, sei die Situation bei linken Organisationen aus seiner Sicht weniger klar.
Auch beim Thema Antisemitismus ortet der FJ-Chef eine Ungleichbehandlung. Er verweist unter anderem auf umstrittene Demonstrationsaufrufe und Social-Media-Beiträge aus dem Umfeld der Sozialistischen Jugend sowie auf deren Forderung nach einem Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest.
Dass Bauer darauf nicht mit vergleichbaren Prüfungen reagiert habe, die Berichterstattung des „Standard“ über die FJ aber zum Anlass für eine solche nehme, sei für Weinzierl
„an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten“.
"Standard" betreibe „linkspolitischem Aktivismus mit Fake News““
Auch die weiteren vom „Standard“ veröffentlichten Behauptungen weist Weinzierl zurück. Besonders kritisiert er, dass sich die Berichte auf Aussagen unbekannter Dritter stützten:
„Ich frage mich, ob die Redakteure den Unsinn, den sie angeblich von unbekannten Dritten erzählt bekommen haben, tatsächlich selber glauben.“
Mit Recherche oder Journalismus habe dies aus seiner Sicht nichts zu tun, sondern mit „linkspolitischem Aktivismus mit Fake News“.
Die Aktion 451 kündigt unterdessen an, sich von der Berichterstattung nicht von ihrer Arbeit abbringen zu lassen:„Wir machen weiter wie bisher! Denn die Hochschulen sind zu wichtig, um sie allein den Linken und Liberalen zu überlassen!“
Protest der Aktion 451 vor der Hauptuni in Wien aus dem Jahr 2023:
In diesem Video ist nicht nur eine Rede von Verleger Götz Kubitschek zu sehen, sondern auch, dass die politische Gewalt in Österreich ganz klar von der Antifa ausgeht:






