Beim Festakt anlässlich „40 Jahre Wahl Jörg Haiders zum Partei- und Klubobmann“ in Innsbruck erinnerte FPÖ-Chef Herbert Kickl daran, mit welch dreckigen Methoden das Establishment bereits bereits gegen seinen Vorgänger vorgegangen ist.
Ein Kommentar von Christoph GrubbinderIn seiner Rede zog Kickl dabei eine direkte Verbindung zur heutigen Debatte über Remigration:
„Wir erleben momentan genau das Gleiche mit dem Begriff der Remigration. Es wird nicht das artikuliert, was wir meinen, sondern es wird uns etwas in den Mund gelegt, was unsere Gegner meinen – und das, was sie uns in den Mund legen, das wollen sie dann bei uns bekämpfen.“
So funktioniert die Strohmann-Taktik
Kickl beschreibt damit ein klassisches Strohmann-Argument: Eine tatsächliche Position wird verzerrt oder durch eine wesentlich radikalere Behauptung ersetzt. Anschließend setzen sich die Gegner nicht mehr mit der ursprünglichen Forderung auseinander, sondern bekämpfen das von ihnen selbst geschaffene Zerrbild.
So auch beim Thema Remigration: Statt sachlich darüber zu sprechen, welche Ausländer Österreich verlassen sollen, welche rechtlichen Möglichkeiten es dafür gibt und wie die Massenzuwanderung rückgängig gemacht werden kann, wird behauptet, Remigration bedeute eine gewaltvolle Deportation von Staatsbürgern.
Manipulative Methoden im Kampf um Deutungshoheit
Wer Remigration fordert, soll automatisch für all das stehen, was zuvor von linker Seite in den Begriff hineingepackt wurde. Auf diese Weise müssen sich linke Medien und Politiker nicht mit den wichtigen Themen Grenzschutz und Abschiebungen auseinandersetzen. Zudem bleibt es ihnen so erspart, der Öffentlichkeit und sich selbst einzugestehen, dass die Integration gescheitert und ihr Traum von Multikulti längst geplatzt ist.
Für Herbert Kickl ist es "gespenstisch, mit welchen manipulativen Methoden hier vom System gearbeitet" werde. Kickl wörtlich:
"Es ist immer das gleiche dreckige Spiel.“
Dabei stehe fest:
„Remigration ist nicht das Problem – das Problem ist die illegale Massenzuwanderung. Remigration ist nur die Antwort auf eine Invasion!“
Strohmann beim "Geheimtreffen in Potsdam"
Besonders deutlich wurde die von Kickl beschriebene Strohmann-Methode auch nach dem privaten Treffen in Potsdam im November 2023. Aus einer Zusammenkunft, bei der unter anderem über Remigration gesprochen wurde, machten Medien einen angeblichen „Geheimplan gegen Deutschland“. Es entstand der Eindruck, dort sei die massenhafte Deportation deutscher Staatsbürger vorbereitet worden. Manche Kommentatoren rückten das Treffen sogar sprachlich in die Nähe der Wannsee-Konferenz.
Das Framing löste in Deutschland eine regelrechte Hysterie aus. Hunderttausende Menschen gingen auf die Straße. Linke Organisationen, Politiker und Medien konnten unter dem Schlagwort „Kampf gegen rechts“ gegen die AfD mobilisieren. Im Mittelpunkt der Empörung stand ein gewaltiger Strohmann: der angebliche Plan, deutsche Staatsbürger mit staatlichem Zwang außer Landes zu schaffen.
Gerichtlich bekam diese Darstellung später erhebliche Risse. Das Landgericht Berlin II untersagte Correctiv im März 2026 unter anderem die Behauptung, bei dem Treffen sei ein „Masterplan zur Ausweisung von deutschen Staatsbürgern“ behandelt worden. Das Gericht bewertete diese Aussage als „nicht nur im Wesentlichen unwahr, sondern gleichzeitig als unklar, ungenau und unvollständig“.
Die Darstellung habe nicht erkennen lassen, dass eine zwangsweise Ausreise deutscher Staatsbürger gerade nicht gefordert oder geplant worden sei. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; Correctiv hat Berufung angekündigt.






