Etwa 5.000 Menschen pilgerten gestern zur Kundgebung der FPÖ am 1. Mai auf den Urfahranermarkt in Linz, um FPÖ-Chef Herbert Kickl zu sehen. Dieser lieferte bei seiner Rede nicht nur eine klare Abrechnung mit der „Verliererampel“, sondern legte auch dar, wofür seine Partei und er politisch stehen und wie er Österreich wieder auf Vordermann bringen will.
Ein Beitrag von Christoph Grubbinder
In seiner fast einstündigen Rede spannte Kickl den Bogen von der Kritik am ORF-System und den dortigen Luxusgehältern über die Forderung nach einer Festung Österreich bis hin zur strikten Beibehaltung der Neutralität. Er forderte einen totalen Systemwechsel in der Bildungs-, Gesundheits- und Wirtschaftspolitik. Besonders hob er hervor, dass Leistung sich wieder lohnen müsse und die „gute alte Zeit“ zu einer „guten neuen Zeit“ gemacht werden solle.
Kickl warnt das eigene Lager
Angesichts der hohen Umfragewerte der FPÖ würden die anderen Parteien „vor Neid erblassen“, so Kickl. Die daraus entstehende Frustration der Einheitsparteien und ihrer Medien äußere sich zunehmend in Aggression. Kickl wörtlich:
"Und deshalb müssen wir uns drauf einstellen, dass die Anfeindungen gegen uns in Zukunft noch viel mehr werden."
Einschüchtern lässt sich der FPÖ-Chef davon aber nicht. Über die ständigen Angriffe auf das patriotische Lager durch das Establishment sagt er:
"Wir sehen das als gutes Zeichen, weil es nur beweist, dass wir alle miteinander am richtigen Weg sind.“
So stark und entschlossen wie niemals zuvor
Trotzdem zeigt sich der FPÖ-Chef zuversichtlich:
"Mit unseren 70 Jahren sind wir so stark, so geschlossen und so entschlossen, wie wir es noch niemals in unserer Geschichte gewesen sind. Unsere Gegner, liebe Freunde, die erblassen vor Neid, wenn sie auf diese Freiheitliche Partei schauen.“
Er bezeichnete die aktuelle Regierung als eine „Fundamentalopposition gegen die eigene Bevölkerung“ und rief dazu auf, sich von den Grenzen, die die Gegner in die Köpfe der Menschen legen wollen, zu befreien.
Schwerpunkt Remigration
Zudem nutzte Kickl seine Rede, um deutlich zu machen, dass es ohne konsequente Rückführungen kein glaubwürdiges Asylsystem geben könne. Er stellte klar:
„Und dann braucht’s natürlich eines, und ich habe überhaupt kein Problem, dieses Wort auszusprechen: Remigration. […] Das Problem ist nicht Remigration, sondern das Problem sind die Zustände, die Remigration notwendig machen.“
Darüber, für wen die Remigration gedacht sei, klärte er bei dieser Gelegenheit auch gleich auf:
„Remigration für alle, die schon da sind, für Eindringlinge, für angebliche Gäste, für angeblich Schutzsuchende, die aber mit ihrem Verhalten beweisen, dass sie uns nur verachten, dass sie uns nur ausnutzen, dass sie uns nur gefährden und dass sie uns nur zerstören wollen.“
Um die Remigration umzusetzen, brauche es keine „Airforce One“, sondern einen „Airbert One“ als „Abschiebeflieger“.
Nur noch zwei Parteien in Österreich
Herbert Kickl schloss seine Rede mit dem Appell, bei der kommenden Nationalratswahl für klare Verhältnisse zu sorgen, da es nur noch zwei Blöcke gebe: die FPÖ auf der Seite der Bevölkerung und die „Einheitsparteien“ auf der anderen Seite.
Nach seiner Rede stand Kickl noch über zwei Stunden für Selfies und kurze Gespräche mit den Besuchern der Veranstaltung zur Verfügung.
Hier die vollständige Rede von FPÖ-Chef Herbert Kickl zum Nachsehen:
Hier die gesamte Live-Übertragung der 1.-Mai-Kundgebung der FPÖ von RTV:






