Heute Abend spielt Österreich bei der Fußball-WM gegen Spanien um den Einzug ins Achtelfinale. Für die Bundesregierung ist das mehr als nur ein Fußballspiel, sie erhofft sich durch einen Sieg eine kleine Schonfrist im politischen Kampf ums eigene Überleben.
Ein Kommentar von Christioph Grubbinder
Seit ihrem Amtsantritt im März 2025 stolpert die Bundesregierung von einer Blamage zur nächsten. Die versprochenen Maßnahmen gegen die Teuerung haben nie eine spürbare Entlastung gebracht, dafür aber jedes Mal einen bürokratischen Mehraufwand. Jüngstes Beispiel dafür ist die Senkung der Mehrwertsteuer auf ausgewählte Lebensmittel von zehn auf 4,9 Prozent. Selbst viele Befürworter der Regierung reagieren auf dieses wirkungslose Bürokratiemonster mit Kopfschütteln.
Völlig überfordert und unfähig
Schlechte Regierungen hatte Österreich schon viele. Den meisten gelang es aber zumindest noch, ihre eigene Politik in einem halbwegs guten Licht darzustellen. Stocker, Babler und Meinl-Reisinger und Co. scheitern trotz Schützenhilfe der etablierten Medien selbst an dieser Aufgabe.
Zusammengehalten wird die Ampelregierung nur noch durch zwei Dinge:
- Dem Wunsch, möglichst lange am Futtertrog der Republik zu hängen, auch um die leeren Parteikassen zu schonen.
- Die Angst vor FPÖ-Chef Herbert Kickl. Er hat mehrfach angekündigt, Österreich wieder vom Kopf auf die Füße stellen zu wollen. Genau das fürchten nicht nur die Regierungsparteien, sondern auch zahlreiche etablierte Medien, die linke Kulturschickeria und viele NGOs, die ohne Steuergelder ihre politische Propaganda einstellen müssen.
Fußball-WM als willkommene Ablenkung
Dabei wäre es eigentlich ganz einfach, eine von Kickl geführte Regierung zu verhindern. Die Einheitsparteien müssten nur gute Politik für Volk und Land machen - und schon würden die Umfragewerte für die FPÖ fallen. Genau dazu sind ÖVP, SPÖ, NEOS und Grüne jedoch weder bereit noch in der Lage. Deshalb hoffen sie auf äußere Umstände, die es ihnen ermöglichen vom eigenen Versagen abzulenken. Die Fußball-WM und die Erfolge der Nationalmannschaft kommen deshalb genau zum richtigen Zeitpunkt.
Obwohl sich viele über die schlechte Regierungspolitik ärgern und unter der weiter galoppierenden Teuerung und Überfremdung leiden, redet jetzt alles über Fußball. Durch den Aufstieg der ÖFB-Auswahl ins Sechszehntelfinale herrscht gute Stimmung im Land. Diese Stimmung versuchen Regierungsmitglieder für sich zu nutzen. Vizekanzler Babler hat sich freilich auch dabei blamiert: https://t.me/info_direkt/9675
Ein Sieg gegen Spanien würde diesen Effekt noch verstärken. Der Einzug ins Achtelfinale würde die Stimmung im Land noch einmal heben. Für einige Wochen stünden dann nicht die Teuerung, die Überfremdung und die Fehler der Regierung im Mittelpunkt, sondern die Freude die Leistungen der rot-weiß-roten Fußballer, die dann sogar erfolgreicher waren als unsere deutschen Nachbarn.
Neue Zensurwelle im Herbst?
Die Bundesregierung hätte diese Verschnaufpause über den Sommer dringend notwendig. Für den Herbst hofft sie dann vielleicht, dass neue Zensurgesetze, wie das Social-Media-Verbot für Minderjährige inklusive möglicher Klarnamenpflicht für alle, die Kritik an ihr etwas verstummen lässt.
Als Österreicher kann man heute nur gewinnen
Gewinnt Österreich heute gegen Spanien, gibt es einen sportlichen Grund zum Jubeln. Scheidet Österreich jedoch aus, bleibt der Regierung zumindest jene politische Schonfrist verwehrt, auf die sie so sehr hofft. Als Patriot kann man heute also nur gewinnen.






