In diesem Sonntagsstück möchte eine Dokumentation über Heinrich Harrer vorstellen. Er verstarb vor 20 Jahren am 07. Januar 2006 im Alter von 93 Jahren.
Ein Sonntagsstück von Karl Sternau
Der Österreicher Heinrich Harrer war eine Bergsteigerlegende, die auch für den Südtiroler Reinhold Messner ein Vorbild war. Ihn verbindet mit Messner vor allem eine persönliche Geschichte mit dem Nanga Parbat, dem „Schicksalsberg der Deutschen“.
Eiger-Nordwand
Bekannt wurde Harrer, weil er im Juli 1938 bei der Erstdurchsteigung der als unüberwindbar geltenden Eiger-Nordwand dabei war. Dies gelang ihm mit seinem österreichischen Partner Anderl Heckmaier. Sie erreichten den Gipfel zusammen mit der deutschen Seilschaft, die über eine andere Route gestartet war. Aus den beiden Seilschaften wurden so Freunde.
Gefangenschaft statt Gipfelbesteigung
Als Mitglied der deutschen Expedition reiste Harrer 1939 schließlich zum Nanga Parbat nach Indien. Die Gruppe wurde allerdings durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs überrascht und von den Briten verhaftet. Harrer und dem Expeditionsleiter Peter Aufschnaiter gelang 1944 die Flucht aus dem Gefangenenlager. Es folgte eine unfassbare Odyssee – über 2.100 Kilometer bis nach Tibet.
Sieben Jahre in Tibet
Harrer beschrieb seine Zeit in Tibet, das er erst 1951 verließ, in seinem Buch „Sieben Jahre in Tibet“. Er wurde dort ein Freund des jungen 14. Dalai Lama und baute diesem sogar ein Privatkino. Das Buch wurde zu einem Welterfolg und später mit Brat Pitt erfolgreich verfilmt. Harrer nahm noch an zahlreichen Expeditionen teil und schrieb noch viele weitere Bücher. In Neu-Guinea entging er dabei zweimal knapp dem Tod. Sein Lebenswerk ist im Heinrich-Harrer-Museum in seiner Heimatgemeinde Hüttenberg in Kärnten gewürdigt. Bürgermeister der Gemeinde ist übrigens FPÖ-Landesparteisekretär Josef Ofner. Ein Info-DIREKT-Interview mit ihm finden Sie hier: Kärnten hat ein massives Problem mit Ab- und Einwanderung!
Hier kann die Dokumentation über Heinrich Harrer angesehen werden:
https://www.servustv.com/natur/v/aaiv1rd1exhgqh9982wx/
Über die Sonntagsstücke:
Karl Sternau präsentiert jeden Sonntag ein mehr oder weniger geistiges Fundstück aus der weiten Welt des Internets. Sollte ein hier geteilter Link nicht mehr funktionieren, waren Sie mit Ihrer Lektüre zu spät dran. Über Rückmeldungen zu den Sonntagsstücken sowie Ideen für weitere Sonntagsstücke freuen wir uns: [email protected]






