Während Mario Adorfs Ableben groß in den Medien war und auch im letzten Sonntagsstück gewürdigt wurde, verstarb Werner Asam leise schon am 28. März. Ihm möchte hier mit einer bayerischen Kultserie gedenken.
Ein Sonntagsstück von Karl Sternau
Als mir meine Mutter erzählte, dass Werner Asam schon vor Wochen verstorben ist, hatte ich kein Bild vor Augen. Als ich aber Fotos sah, kam er mir aus zahlreichen Serien bekannt vor.
Viele Rollen
Das lag vor allem daran, dass Asam ein sehr präsenter Schauspieler in Nebenrollen war. So war er öfter in „Derrick“, beim „Bergdoktor“, in mehreren „Tatort“ oder der „Polizeiinspektion 1“ zu sehen. Beim „Forsthaus Falkenau“ spielte er seine längste Nebenrolle. Er war von 1974 bis 2015 durchgehend im deutschen Fernsehen vertreten.
Schauspieler ohne Ausbildung
Asam, der gebürtige Münchner, hatte dabei nicht einmal eine professionelle Schauspielausbildung. Dennoch konnte er beim Theater und Fernsehen Fuß fassen. Später wirkte er auch als Regisseur und Autor, vor allem beim „Komödienstadl“. Privat war er ein Pferdenarr und ritt gerne durch den Bayerischen Wald. Mit 81 Jahren verstarb er in Niederbayern.
Der Sohn vom „Millionenbauer“
Mir ist er besonders als einer der zwei Söhne des „Millionenbauers“ in Erinnerung. Nahe München verkauft der Bauer Josef Hartinger (Walter Sedlmayr) seinen Grund an Spekulanten. Während der ältere Sohn (Elmar Wepper) davor wenig begeistert ist, sieht der junge Sohn seine Chance (Werner Asam). Er will als Getränkehändler und Diskobetreiber selbstständig werden. Die großartig besetzte Serie zeigt schön wie sich das Münchner Umland Ende der 1970er Jahre veränderte.
Hier kann die erste Folge der bayerischen Kultserie angesehen werden:
Über die Sonntagsstücke:
Karl Sternau präsentiert jeden Sonntag ein mehr oder weniger geistiges Fundstück aus der weiten Welt des Internets. Sollte ein hier geteilter Link nicht mehr funktionieren, waren Sie mit Ihrer Lektüre zu spät dran. Über Rückmeldungen zu den Sonntagsstücken sowie Ideen für weitere Sonntagsstücke freuen wir uns: [email protected]






