Im "Info-DIREKT Video-Interview" bei einer Gedenkfeier zur Türkenbefreiung Wiens erklärte Aktivist und Autor Martin Sellner, weshalb es auch heute noch wichtig ist an diese historische Leistung zu erinnern. Zudem versicherte er der ÖVP im Kampf für ein Sobieski-Denkmal am Kahlenberg Unterstützung zu.
Vor 343 Jahren wurde das osmanische Belagerungsheer vor Wien geschlagen. Eine entscheidende Rolle spielte dabei der polnische König Jan III. Sobieski, der mit seinem Entsatzheer zum Kahlenberg zog. Für Martin Sellner ist die Erinnerung an dieses Ereignis auch heute noch von großer Bedeutung:
„Wenn wir nicht die Vergangenheit in die Gegenwart holen, verlieren wir die Zukunft.“
Im politischen Alltag folge eine Aufregung auf die nächste. Umso wichtiger sei es, das eigene geschichtliche Erbe nicht aus den Augen zu verlieren. Sellner erinnerte daran, dass die Geschichte unseres Volkes nicht mit der Republik und auch nicht mit der Monarchie begonnen habe.
Ein Denkmal für Sobieski
Seit Jahren fordern die FPÖ, die Identitäre Bewegung und polnische Patrioten ein Denkmal für Sobieski in Wien. Neuerdings unterstützt auch die Wiener ÖVP dieses Anliegen. Vertreter der Volkspartei präsentierten dafür vor wenigen Tagen eine Figur aus Pappe. Mehr dazu hier: Türkenbefreiung: Identitäre und ÖVP stehen „Seite an Seite“
Sellner begrüßt die inhaltliche Annäherung:
„Wir haben eine gemeinsame Forderung mit der ÖVP. Ich freue mich, dass wir das mit der Volkspartei gemeinsam fordern.“
Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die Identitäre Bewegung gemeinsam mit polnischen Patrioten bereits eine richtige Sobieski-Statue nach Wien gebracht habe. Nun müsse die Wiener SPÖ ihre Blockadehaltung endlich aufgeben.
Erinnerungspolitik ist Identitätspolitik
Denkmäler sind für Sellner keine bloße Verzierung des öffentlichen Raumes. Sie zeigen, an welche Persönlichkeiten und Ereignisse eine Gesellschaft erinnern will. Die Linke habe die Bedeutung solcher Symbole längst verstanden. Deshalb greife sie unliebsame Denkmäler an und errichte zugleich Erinnerungsorte für ihre eigenen politischen Vorbilder.
Das Gedenken an Sobieski und die Verteidiger Wiens sei hingegen Ausdruck des Willens, die eigene ethnokulturelle Identität zu bewahren.
Patrioten aus mehreren Ländern
An der diesjährigen Veranstaltung nahmen auch Gäste aus Italien, Polen und der Slowakei teil. Sellner sieht darin ein Zeichen für ein anderes Europa:
„Hier lebt wirklich ein anderes Europa: ein Europa, in dem Patrioten zusammenarbeiten.“
ÖVP könnte Druck zur Denkmal-Umsetzung nutzen
Auch die Wiener ÖVP war zu der Gedenveranstaltung eingeladen, nahm daran jedoch nicht teil. Sellner bekräftigte, dass die Einladung zur Zusammenarbeit ernst gemeint sei. Zugleich gab er der Volkspartei mit einem Augenzwinkern einen möglichen Vorwand, um ihre Forderung nach dem Denkmal endlich durchzusetzen:
„Die ÖVP kann das ja geschickt nutzen. Sie kann meinetwegen auch sagen: ‚Wir müssen die Statue aufbauen, weil sonst die bösen Identitären dauernd Stress machen.‘ Ja, wir werden Stress machen, bis hier eine Statue steht. Und die ÖVP lade ich ein, mit uns zusammenzuarbeiten. Die SPÖ soll sie hier hinstellen.“
Video-Interview jetzt ansehen:
(Link zum Weiterverbreiten: https://www.youtube.com/watch?v=3VDhOb8tBPQ)






