Özil fällt Sponsor in den Rücken und wird mit einem Mercedes belohnt

Bild: By Herranderssvensson [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons; CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], vom Wikimedia Commons

Mesut Özil sorgt auch weiter für Schlagzeilen. Nach seinem Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan zog er die Reißleine und trat aus der Nationalmannschaft zurück. Dabei bedachte er den Deutschen Fußball-Bund sowie dessen Sponsor Mercedes mit Anschuldigungen und Vorwürfen. Nun kommt heraus, dass Mesut Özil sich als Honorar einen nagelneuen Mercedes – Benz Sportwagen überbringen ließ.

Vorwürfe gegen Unterstützer und Sponsoren

Neben seinem Rassismusvorwurf gegen den Deutschen Fußball-Bund griff Özil auch den Autobauer aus Stuttgart an. Mercedes – Benz fungiert seit einigen Jahren als Sponsor des DFB. Dessen ungeachtet holte Özils Pressesprecher am Montag einen werksneuen Mercedes GT/R stellvertretend für ihn ab. Der Preis für ein solches Fahrzeug liegt bei etwa 166.000 Euro. Wegen seines Auftrittes mit dem türkischen Präsidenten hatte Mercedes Özil aus weiteren Kampagnen gestrichen. Nicht ganz einsichtig kommentiert dieser das Vorgehen seines Sponsors im Wortlaut wie folgt:

 „Für sie war es nicht länger tragbar, zusammen mit mir gesehen zu werden, sie nannten die Situation Krisenmanagement.“

Der Ex – Nationalspieler legte noch nach, indem er sich auch über den Abgasskandal bei Mercedes lustig machte. Er konstatierte, dass unautorisierte Software das Risiko für den Kunden erhöhe. Privat scheint er es jedoch nicht so genau zu nehmen, besitzt er doch drei weitere Fahrzeuge der Marke Mercedes – Benz in seinem Fuhrpark.

Undankbarkeit für eine große Karriere 

Der DFB ermöglichte seinem Schützling eine große Fußballkarriere und förderte Özil, so gut er nur konnte. Oftmals spannte man den gebürtigen Gelsenkirchner, weil er türkische Eltern hat, als Beispiel für gelungene Integration vor den Karren des Multikulturalismus. Interessant ist das unter anderem deswegen, weil Özil im familiären Umfeld gar kein Deutsch spricht. Gegenüber der Welt räumte er ganz offen ein:

„Wir reden in der Familie immer noch türkisch. Ich bin auch türkisch erzogen worden.“

Das Foto mit dem türkischen Präsidenten zeigt, dass sein Interesse, für Deutschland zu spielen, wohl rein von wirtschaftlichen Interessen getragen war. Emotional liegt seine Heimat ganz wo anders.

 

 

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